Österreich: Protest gegen den "einsamen Tod" - Rotes Kreuz unterstützt Hospiz-Bewegung Wien (ÖRK) - "Das Rote Kreuz ist überall für jene Menschen da, die

am meisten der Hilfe bedürfen. Daher ist unsere Unterstützung der Hospiz-Bewegung in Österreich auch ein Protest gegen den unmenschlichsten, nämlich gegen den einsamen Tod", erklärt Bernhard Jany, der Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), aus Anlaß des ersten Rotkreuz-Studientages "Hospiz". Der Studientag findet am Montag, den 18. Mai 1998, in Salzburg statt (Ort: Landesverband Salzburg des ÖRK, Dr.-Karl-Renner-Straße 7). Referenten sind Vertreter des ÖRK und der verschiedenen Hospiz-Bewegungen in Österreich.

Das Rote Kreuz nimmt sich seit jeher der Menschen an, die durch Unglücksfälle, Katastrophen oder Konflikte in Krisen und Elend gestürzt werden. Aus diesem Grund ist das Hospiz-Thema heute eine neue Herausforderung: "Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, ist eine Verpflichtung im Sinne unseres Grundsatzes der Menschlichkeit", so Rotkreuz-Sprecher Jany. Welche Ziele Hospize haben, welche Rahmenbedingungen sie brauchen, welche Formen von Pflege und Betreuung dort geboten werden, welche medizinischen und psychologischen Modelle die Grundlage dieser Arbeit bieten, ist
der Inhalt des Studientages in Salzburg.

"Seit der Gründung durch die Krankenschwester Cicely Saunders 1947 in England hat sich die Hospiz-Bewegung zwar weltweit
ausgebreitet", sagt Bernhard Jany. Wie das Sterben menschenwürdig gestaltet werden kann, zeigten in Österreich bislang aber nur drei Hospize mit Standort in Wien. "Es ist daher unser Anliegen, den Hospiz-Gedanken mit Nachdruck zu unterstützen und zu verbreiten -und damit jenen Menschen zu helfen, die auf der letzten Reise
ihres Lebens sind", so der Rotkreuz-Sprecher.

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Mag. Robert Dempfer
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14. Mai 1998

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