Ö. Apothekerkammer: Vorhaben der Ärzte verhindert neue Apotheken und richtet sich gegen VfGH-Erkenntnis

Klares "Nein" zum Vorschlag der Ö. Ärztekammer bezüglich der Hausapotheken

Wien (OTS) - Ein klares "Nein" sagt die Österreichische Apothekerkammer zu den Wunschvorstellungen der Ärztekammer über die Zukunft der ärztlichen Hausapotheken. Nach den Wünschen der Ärzte sollte das seit 1984 bewährte Gesetz so abgeändert werden, daß Hausapotheken, die vor dem 1. Juli 1998 eröffnet wurden, auch nach der Eröffnung einer öffentlichen Apotheke bestehen bleiben dürfen.

"Eine solche Gesetzesänderung verhindert die Eröffnung von neuen Apotheken. Kein Landarzt würde ein Rezept für die öffentliche Apotheke verschreiben, sondern würde es in der eigenen Hausapotheke einlösen. So ist keine Apotheke lebensfähig. Das ist kein Kompromißvorschlag der Ärzte, sondern ein Verhinderungsgesetz. Es würde nicht kleine Hausapotheken schützen, sondern in erster Linie umsatzstarke Ärzte mit Hausapotheken einzementieren. Das ist die wahre Intention des Ärztevorschlages. Im übrigen stünde eine derartige gesetzliche Regelung klar im Widerspruch zur Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 2. März. Der VfGH betont ganz klar die Vorrangstellung der öffentlichen Apotheke vor der ärztlichen Hausapotheke. Es ist nicht verständlich, warum die Erkenntnis des VfGH mißachtet werden soll", stellt der Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. pharm. Jürgen Rzehak, fest. Weiters verweist Rzehak auf die heutige Stellungnahme der Arbeiterkammer (APA-OTS 127)

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