AK: Neue Landapotheken verbessern Versorgung

Wien (OTS) - Wo immer möglich soll die medizinische Versorgung durch den Arzt von der Versorgung mit Medikamenten getrennt sein:
Diesen Standpunkt vertritt die AK in der Debatte um Landapotheken gegen ärztliche Hausapotheken. Im Vordergrund muß das Wohl der Patienten stehen, so die AK. Daher sei die Errichtung von mehr Landapotheken grundsätzlich zu begrüßen, weil deren Versorgungspflicht umfassender sei. Überdies würden dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen. Ein Problem für die Ärzte sieht die AK nicht - diese könnten auch ohne Zusatzverdienst auskommen. ****

Seit dem Verfassungsgerichtshofs-Urteil vom März ist die
Errichtung von neuen Landapotheken leichter geworden. Die AK begrüßt grundsätzlich diese Möglichkeit, weil sie eine bessere Versorgung sicherstelle und neue Arbeitsplätze schaffe.

Die Argumente der Ärztekammer gegen eine damit verbundene Schließung ärztlicher Hausaptoheken seien nicht stichhaltig, so die AK:

+ Apotheken unterliegen einer Versorgungspflicht, sie müssen das ganze Jahr über geöffnet sein. Hausapotheken haben diese Pflicht nicht.

+ Anders als in ärztlichen Hausapotheken werden in öffentlichen Apotheken durchschnittlich sechs Arbeitnehmer beschäftigt. Neue Apotheken würden daher einen - wenn auch bescheidenen - Beitrag
zur Beschäftigungssicherung im ländlichen Raum leisten.

+ Eine Gefährdung der Existenz der Landärzte kann die AK nicht erkennen. Von rund 16.000 niedergelassenen österreichischen Ärzten kommen 15.000 ohne Zuverdienst aus einer Hausapotheke aus.

+ Neben einer bestehenden Hausapotheke könne eine öffentliche Apotheke nicht wirtschaftlich geführt werden. Das von der Ärztekammer gewünschte Nebeneinander beider Versorger würde die Errichtung neuer Apotheken wegen des Wettbewerbsvorteils der Ärzte erst recht wieder behindern und wird daher von der AK abgelehnt.

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