Bartenstein: EU bereitet Maßnahmen gegen Dieselruß-Emissionen vor

Verpflichtende Messungen der Rußkonzentration für Österreich wünschenswert

Wien (OTS) - Die ständig steigenden Mengen von Dieselruß-Emissionen veranlassen die Europäische Union zu Gegenmaßnahmen. Im künftigen Auto-Öl-Programm, das sich der Ökologisierung von Fahrzeugen und Kfz-Treibstoffen widmet, sollen neue, strenge Grenzwerte für Rußpartikel festgesetzt werden, berichtete Umweltminister Dr. Martin Bartenstein heute, Mittwoch bei einer Veranstaltung in Wien.

Außerdem soll der Schwefelgehalt in Kraftstoffen weiter gesenkt werden. Ziel müsse sein, weitgehend schwefelfreie Kraftstoffe zu entwickeln, um auch die neuen Motor- und Abgasbehandlungstechnologien einsetzen zu können, betonte Bartenstein. Österreich werde die Frage der feinen Dieselrußpartikel auch bei der Konferenz der Umwelt- und der Gesundheitsminister im Juni 1999 in London auf die Tagesordnung bringen.

Für Österreich sei die Einführung verpflichtender Partikelmessungen wünschenswert, so der Minister weiter. Derzeit sind solche Messungen nicht vorgeschrieben. Gemessen werden
sollten sowohl die Konzentrationen der größeren lungengängigen Partikel als auch der kleineren alveolengängigen Teilchen. Im allgemeinen gilt, daß Rußteilchen umso gesundheitsschädigender sind, je kleiner sie sind. Vor allem Atemwegserkrankungen können auf die Belastung mit Feinstaub zurückzuführen sein.

Die Rußpartikel-Emissionen in Österreich sind zwischen 1980 und 1996 von rund 9.900 Tonnen auf 7.000 Tonnen gesunken. Im gleichen Zeitraum hat allerdings die Menge der aus dem Pkw-Verkehr
stammenden Emissionen von 530 auf 1.440 Tonnen nahezu
verdreifacht. Ursache dafür ist die rasant ansteigende Zahl der Diesel-Pkw in Österreich: 1980 waren rund 80.000 von ihnen in Österreich zugelassen, 1996 waren es bereits 950.000.

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