Hotellerie: Euro gut für's Image

Raffling: "Mit Umstellungsvorbereitungen rasch beginnen" - IH&RA: "Big bang" im Jahr 2002 im Interesse aller Beteiligten

Wien (PWK) - 80 Prozent der ausländischen Besucher Österreichs kommen aus dem "Euroland". Damit eröffnen sich dem Gastgewerbe eine Reihe neuer Chancen und Möglichkeiten. Stärke und Stabilität der neuen europäischen Währung, niedrigere Zinssätze sowie der Wegfall des Wechselkursrisikos erleichtern die Kalkulation. Auch die zur Schaffung eines "einheitlichen Marktes" notwendigen Steuerharmonisierungen können besonders in Österreich für den hochbesteuerten Tourismussektor nur von Vorteil sein, erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Michael Raffling, anläßlich einer gemeinsamen Tagung der WTO-(Welt-Tourismus-Organisation-)Europakommission und der ETC (European Travel Commission) in Griechenland. Raffling sprach als Repräsentant der Internationalen Hoteliervereinigung (IH&RA), Paris, über die Erwartungen des internationalen Gastgewerbes bei Einführung des Euro. ****

Die stärkere Preistransparenz werde auch zu Image-Korrekturen führen. So betrachten beispielsweise die Deutschen Österreich als ein teures und Italien als ein weniger teures Urlaubsland. "Auch hier wird sich manches zugunsten Österreichs verbessern", ist Raffling überzeugt.

Durch den Euro sparen die europäischen Touristen nach jüngsten Berechnungen rund 30 Milliarden Schilling an Transaktionskosten. Dies führt zu höheren Reisebudgets, von denen zumindest ein Teil im Gastgewerbe ausgegeben werden wird. Der Euro wird auch den Import von Gütern verbilligen und nicht zuletzt als Impulsgeber für Innovationen und neue Strategien dienen.

Selbstverständlich bringt die Euro-Einführung auch gewisse Nachteile und Übergangsschwierigkeiten, wie etwa doppelte Preisauszeichnung, Ausbildungskosten für das Personal oder die notwendige Anpassung der EDV-Programme, mit sich. Auch Wechselkursgewinne wird es im Euroland nicht mehr geben. Insgesamt überwiegen nach Ansicht Rafflings jedoch die Chancen und Möglichkeiten. Diese reichen von der höheren Wettbewerbsfähigkeit bis zur Öffnung neuer Märkte. "Der Gastgewerbe-Sektor muß sich ab sofort auf den Euro einstellen und die Vorbereitungen so rasch wie möglich vorantreiben. Es bleibt noch viel zu tun".

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Dr. Michael Raffling
Tel. 501 05 DW 3555

Fachverband Hotellerie

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