Sumitomo gibt Vereinbarungen bekannt mit amerikanischen und britischen Regulierungsbehörden zur Bereinigung aller Vorwürfe im Kupferhandel

Tokio (ots-PRNewswire) - Vereinbarungen mit der CFTC und FSA schließen die Untersuchungen innerhalb des Unternehmens ab
Resolution vermerkt positiv die Kooperation der Vertreter von Sumitomo

Die Sumitomo Corporation gab bekannt, daß das Unternehmen Übereinkünfte mit den Behörden in den Vereinigten Staaten und Großbritannien, im Zusammenhang mit den nicht authorisierten Aktivitäten des früheren Mitarbeiters Yasuo Hamanaka im Kupferhandel, erreicht hat. Mit diesen Vereinbarungen sind alle laufenden behördlichen Untersuchungen im Unternehmen beendet. "Mit diesen Vereinbarungen sind alle Forderungen seitens der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) und der FSA (Financial Services Authority) gegen Sumitomo abgegolten," sagte Martin London, ein Partner bei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison, der Kanzlei, die Sumitomo in der ganzen Welt bei allen Aspekten der Kupferaffäre vertreten hat. London fügte hinzu: "Selbstverständlich wird der Konzern weiterhin mit den amerikanischen und britischen Behörden zusammenarbeiten bei deren weitergehenden Untersuchungen bei anderen Parteien. Gleichzeitig wird der Konzern, ob in den Vereinigten Staaten, Japan oder anderswo, diejenigen nachdrücklich verfolgen, die Hamanaka dabei geholfen haben, Sumitomo zu betrügen."

Ohne irgendeine der vorgebrachten Anschuldigungen aus der Unterschlagungssache im Kupferhandel zu bestätigen oder zu dementieren, hat die Sumitomo Corporation sich einverstanden erklärt, in dem Verfahren $125 Mio. zu zahlen, das von der amerikanischen CFTC eingeleitet wurde, sowie weitere $25 Mio., die zur Seite gelegt werden für die Begleichung möglicher Ansprüche von privater Seite in den Vereinigten Staaten. In Großbritannien hat sich Sumitomo bereit erklärt, 5 Mio. Pfund Sterling (etwa $8 Mio.) an die britische FSA, dem früheren Securities and Investment Board, zu zahlen. Wie bereits berichtet, hat das Unternehmen durch die unauthorisierten Aktivitäten von Hamanaka Verluste von insgesamt $2,6 Mrd. erlitten.

Der Präsident von Sumitomo, Kenji Miyahara, kommentierte zum Abschuß der behördlichen Untersuchungen: "Mit den nun veröffentlichten Vereinbarungen hat die Sumitomo Corporation die Ziele erreicht, die es sich selbst gesetzt hatte, als vor fast zwei Jahren die nicht authorisierten Transaktionen von Hamanaka erstmals ans Licht kamen. Diese Vereinbarungen sind das Ergebnis von Monaten von umfassender Zusammenarbeit zwischen dem Konzern und den internationalen Behörden, und sie zeigen deutlich die Verpflichtung von Sumitomo gegenüber den Standards der Integrität und Fairness auf dem globalen Markt. Wir haben mittlerweile Verbesserungen in unseren internen Kontrollsystemen erreicht, an denen wir auch weiter arbeiten werden, um die höchsten internationalen Standards zu erfüllen. Unser Ziel muß jetzt sein, diese Sache hinter uns zu lassen, nach vorne zu gehen und uns auf unsere geschäftlichen Ziele zu konzentrieren."

Amerikanische und britische Behörden loben die Kooperation von Sumitomo

Während des Abschlusses der Vereinbarungen mit Sumitomo haben sowohl die CFTC als auch die FSA die Zusammenarbeit, die Sumitomo im Laufe ihrer Untersuchungen geleistet hat, bestätigt. Die CFTC sagte, daß "das Management von Sumitomo die Kommission wesentlich in wichtiger Hinsicht unterstützt hat", und bemerkte, daß "es hätte schwierig werden können für die Kommission, wenn nicht gar unmöglich, auch nur einen Teil der Informationen von anderer Seite zu erhalten, besonders, wenn man dabei bedenkt, daß Sumitomo ein ausländisches Unternehmen ist."

Die CFTC gab außerdem zu bedenken, daß Sumitomo noch im Juni 1996 bei der Anfrage der Kommission öffentlich bekannt gegeben hatte, voll hinter Hamanaka zu stehen bei dessen Handelsbemühungen mit dritten Parteien. Ebenso sagte die FSA, daß sie die Tatsache anerkennt, daß Sumitomo "sofortige, wertvolle und ausgiebige Kooperation gleich nach dem Geständnis von Hamanaka im Juni 1996 zur Verfügung gestellt hat. Das Management von Sumitomo hat mit der FSA in offener und kooperativer Weise zusammengearbeitet und der FSA umfassend und prompt über alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Handelsaktivitäten von Hamanaka Informationen zukommen lassen."

Die Untersuchungsbehörden machten auch darauf aufmerksam, daß Hamanaka nichts unversucht ließ, seine nicht genehmigten Aktivitäten vor dem Management von Sumitomo zu verschleiern, unter anderem durch Fälschung der Unterschrift seines Vorgesetzten auf Unternehmensdokumenten, daß es Indizien gibt, daß Hamanaka auch persönlich von diesem Verhalten profitiert hatte, und auf die Tatsache, daß Sumitomo einen Verlust von schätzungsweise $2,6 Mrd. erlitten hatte als Ergebnis der illegalen Aktivitäten von Hamanaka.

Die Untersuchung durch die CFTC wird mit einer Zivilgeldbuße und weiteren Rücklagen abgeschlossen

Der Abschlußbericht der CFTC stellt fest, daß die Preise auf dem amerikanischen Terminmarkt für Kupfer in den Jahren 1995 und 1996 manipuliert wurden. Ohne die Ergebnisse der CFTC zu bestätigen oder zu dementieren, hat sich Sumitomo damit einverstanden erklärt, der Regierung der Vereinigten Staaten direkt eine zivile Geldstrafe von $125 Mio. zu zahlen, um die Sache zu begleichen. Zusätzliche $25 Mio. werden eingezahlt für die Begleichung möglicher Ansprüche durch private Parteien in den Vereinigten Staaten.

Die gesamte Summe beider Zahlungen, so die CFTC, entspricht ungefähr dem realisierten Gewinn des Unternehmens durch einige der nicht genehmigten Transaktionen von Hamanaka.

Die FSA erhält Entschädigung für die Kosten im Zusammenhang mit der Hamanaka-Untersuchung

Als Teil des Abschlusses der formalen Untersuchungen durch die britischen Behörden gab die FSA an, daß das Verhalten von Hamanaka den britischen Märkten Schaden zugefügt hat und daß den britischen Behörden erhebliche Kosten aufgebürdet wurden, um die Lage zu untersuchen und zu berichtigen. Ohne diese Angaben zu bestätigen, hat sich die Sumitomo Corporation freiwillig dazu bereit erklärt, 5 Mio. britische Pfund (oder $8 Mio.) zu zahlen für die Begleichung der Aufwendungen und Ausgaben der FSA.

Präsident von Sumitomo betont die Verpflichtung, die noch ausstehenden Fragen im Zusammenhang mit den nicht genehmigten Aktivitäten von Hamanaka aufzuklären

Miyahara fügte hinzu: "Von dem Zeitpunkt an, an dem die nicht genehmigten händlerischen Aktivitäten von Hamanaka vor fast zwei Jahren entdeckt wurden, hat das Unternehmen sich in verantwortlicher Weise verhalten: Wir standen hinter den Bemühungen von Hamanaka, um die internationalen Märkte zu beruhigen, und wir haben uns bemüht, angemessen zu reagieren und mit den einheimischen und internationalen Untersuchungen zusammenzuarbeiten, um die Gefahrenlage in einer offenen und förderlichen Weise zu klären. Wir werden auch weiterhin mit den Behörden zusammenarbeiten und gleichzeitig mit den Anstrengungen fortfahren, die Verluste unserer Anleger, die ihnen durch Hamanaka entstanden sind, auszugleichen."

Gleich nach der Entdeckung von Hamanakas nicht genehmigten Handelsaktivitäten im Juni 1996 hat das Unternehmen unverzüglich die entsprechenden Regulierer und Regierungsbehörden benachrichtigt, öffentlich die Verluste bekanntgegeben und das Arbeitsverhältnis mit Hamanaka aufgelöst. Im folgenden Monat September teilte der Konzern mit, daß sich die Summe der Verluste durch den ungenehmigten Handel von Hamanaka auf geschätzte $2,6 Mrd. bzw. 285 Mrd. Yen belaufen. Das Unternehmen hat außerdem bei der Staatsanwaltschaft des Bezirks Tokio wegen Fälschung und Betrug eine Anzeige gegen Hamanaka eingereicht. Daraufhin wurde Hamanaka angeklagt und in beiden Punkten schuldig gesprochen. Im März wurde Hamanaka durch ein Bezirksgericht in Tokio zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

Im Zusammenhang mit den Bemühungen, die Verluste durch den nicht genehmigten Handel von Hamanaka auszugleichen, hat Sumitomo im Juli 1997 eine Verfügung bei einem Züricher Bezirksgericht erwirkt über die Einfrierung von Hamanakas Schweizer Bankkonten, auf denen vom Unternehmen entwendete Gelder vermutet werden. Das Unternehmen hat außerdem Zivilklagen über eine Summe von $7,4 Mio. gegen Hamanaka und seinen früheren Supervisor Saboru Shimizu eingereicht. Das Paar ist unter Verdacht, diese Summe in einer Serie von komplexen Geldtransfers von Konten der Kunden von Sumitomo unterschlagen zu haben.

Die Sumitomo Corporation mit Sitz in Tokio und Osaka ist einer der weltführenden Händler und Verteiler von Gebrauchsgütern, industriellen Waren und Konsumartikeln. Sumitomo ist in einer Anzahl von Bereichen aktiv, etwa Metallverarbeitung, Öl, Chemieverarbeitung, Bauwesen, Immobilien, Medien und Kommunikation, Elektrische Maschinen, Automobile, Schiffsbau und Finanzierung.

Mit 154 Niederlassungen auf fünf Kontinenten hat die Sumitomo Corporation Aktiva von etwa $43,5 Mrd. Die Betriebe in Japan, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und in weiteren 87 Ländern haben im Steuerjahr, das im März 1997 endete, Umsätze in Höhe von $108,4 Mrd. erreicht.

ots Originaltext: Sumitomo Corporation
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Elizabeth Mather bei Robinson, Lerer & Montgomery, Tel. 001-212-484-7701, für Sumitomo.

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