ARBÖ zur Führerscheinprüfung am Computer ab 25. Mai

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ bekennt sich grundsätzlich zur Reform
der Führerscheinprüfung, bei welcher nun mehr Wert auf die praktische Fahrausbildung gelegt wird. Auch die Computerprüfung wird vom ARBÖ grundsätzlich nicht abgelehnt, Kritik wird aber an den Fragen, der Punktebewertung und an dem hohen Limit von 80 %
für einen positiven Abschluß geübt.

Der ARBÖ hat sich bemüht, in einer Arbeitsgruppe die kritisierten Fragen zu korrigieren, leider ist nur ein kleiner Teil der Anregungen umgesetzt worden. ARBÖ-Cheftechniker Dipl.Ing. Diether Wlaka: "Die Fragen sind in vielen Fällen zu theoretisch und haben keinen Bezug auf das praktische Verhalten im Straßenverkehr. Die vorgegebenen Antworten schreiben zum Teil Verhaltensweisen vor,
die nicht der allgemeinen Praxis entsprechen."

Die Fragen sind in der nun vorliegenden Form - die letzte Änderung erfolgte erst letzte Woche - nie in der Praxis erprobt worden.
Damit werden die Kandidaten, die ab 25. Mai zur Prüfung antreten, zu unfreiwilligen "Versuchskaninchen".

Das vorgeschriebene Limit von 80 % der Punkte für einen positiven Prüfungsabschluß ist nach Ansicht des ARBÖ zu hoch. Wer von den 28 Fragen drei schwere und eine mittelschwere Fragen nicht
vollständig richtig beantwortet hat, fällt durch. Dabei gelten auch Fragen als falsch beantwortet, wenn nur zwei der drei
richtigen Antworten angekreuzt wurden.

Der ARBÖ hat sich auch gegen die schlagartige Einführung der Computerprüfung am 25. Mai ausgesprochen. Nach Ansicht des ARBÖ wäre ein längerer Übergangszeitraum geeigneter gewesen. Dipl.Ing. Wlaka: "Fahrschüler, die noch nach dem alten System - also ohne Computer - ausgebildet wurden, sollte noch bis Ende September die Möglichkeit haben, mündlich geprüft zu werden."

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