AK Tumpel: Vorrang für Beschäftigung – 2

Recht auf Ausbildung für alle Jugendlichen sichern

Wien (OTS) Ohne Verzögerung müsse jetzt das Ausbildungspaket für Jugendliche umgesetzt werden, auf das sich die Regierung im nationalen Aktionsplan für Beschäftigung verständigt hat, so AK Präsident Herbert Tumpel heute, Montag, in seiner Rede vor der Vollversammlung der AK Wien. Die zuständigen Ministerien und
Wiener Stellen müßten dafür rasch die notwendigen Voraussetzungen schaffen. "Noch vor dem Sommer müssen die Jugendlichen über ihre Möglichkeiten nach der Pflichtschule Bescheid wissen, spätestens im Herbst müssen den Jugendlichen konkrete Angebote gemacht werden", verlangte der AK Präsident.****

Ausbildung für die Jugend
Daß die Qualitätsaspekte im Vordergrund dieser Einigung stehen, ist für Tumpel ein positives Signal für die jungen Menschen. Jetzt gelte es, neue Ausbildungsformen zu finden und neue Berufsfelder
zu erschließen, damit den spezifischen Bedürfnissen von Industrie und Gewerbe auch Rechnung getragen wird.

Der AK Präsident erwartet nun von der Wirtschaft eine Umsetzung ihrer Versprechen von noch mehr Ausbildungsplätzen. Mit der Prämie von 20.000 Schilling pro Lehrstelle haben Betriebe nun zusätzlich zu den bereits beschlossenen Entlastungen einen Bonus bekommen,
der die Unternehmen zur Schaffung von Lehrstellen verpflichte. Flankierend, so Tumpel, müsse nun rasch das zusätzliche Sicherheitsnetz eingezogen werden. Die positiven Absichten des Beschäftigungsplans - mehr Plätze in den berufsbildenden Schulen, eine Verbesserung der Behaltefrist, das Nachholen des Hauptschulabschlusses an öffentlichen Schulen und die Berufsreifeprüfung- sollen forciert werden.

Die AK werde die von der Regierung in Aussicht gestellten Auffangmaßnahmen für Jugendliche im Herbst 1998 und 1999 danach beurteilen, ob sie in Zahl und Qualität ausreichend sind, das
Recht auf Ausbildung einzulösen, den Übergang in ein Lehrverhältnis zu ermöglichen und zu einer umfassenden Nutzung von bestehenden Ausbildungskapazitäten beizutragen, sagte Tumpel.
"Alle interessierten Jugendlichen müssen die Chance auf
vollwertige Ausbildung mit Zukunft bekommen."
(Schluß)

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