HAUPTUNFALLURSACHE ÜBERHÖHTE GESCHWINDIGKEIT KfV fordert weitere Verkehrssicherheits-Maßnahmen - Punkteführerschein nicht unnötig verzögern

Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert weiterhin die rasche Einführung des Punkteführerscheins, um notorischen Schnellfahrern einen Riegel vorzuschieben. Nicht angepaßte Geschwindigkeit war in der Woche von 4. bis 10. Mai 1998 wieder die Unfallursache Nr. 1 auf Österreichs Straßen. 7 von 9 tödliche Verkehrsunfälle dieser Woche gehen auf das Konto von Raserei und Bleifuß.

Nach der jahrelangen Verschleppung der 0,5 Promille-Grenze im Straßenverkehr ist es unverständlich, daß jetzt erneut die Einführung einer international höchst wirksamen Maßnahme zur Senkung der Unfallzahlen massiv verzögert wird. Das Argument, der Punkteführerschein in Österreich sei bis zur Fertigstellung eines Zentralregisters kein Thema, kann nur als Verzögerungstaktik bewertet werden. Die parlamentarische Diskussion sollte schon jetzt beginnen, Gesetzesentwürfe sollten jetzt schon eingebracht werden, nicht erst, wenn das Führerscheinregister fertig gestellt ist. Damit könne man wertvolle Zeit sparen und zahlreiche Menschenleben retten, betont das KfV. Es sei bedauerlich, daß sich nun auch die SPÖ der bisherigen Argumentationslinie des Regierungspartners ÖVP, wonach man mit dem Punkteführerschein noch zuwarten solle, anschließt.

Insgesamt stellt sich die Situation des Unfallgeschehens in Österreich nach 19 Wochen im heurigen Jahr bisher positiv dar. Sind in der abgelaufenen Woche 10 Menschen tödlich verunglückt, waren es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch 18. Insgesamt sind in der Zeit zwischen 1. Jänner und 10. Mai 1998 nach vorläufigen Zahlen 254 Todesopfer zu beklagen; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nach endgültigen Zahlen 316.

Um diesen positiven Trend zu stützen, sind jedoch weitere Anstrengungen nötig. Vier tödlich verletzte Fahrzuginsassen waren nicht angegurtet, das beweist wieder einmal die Notwendigkeit verstärkter Aufklärungsarbeit zur Hebung des Verantwortungsbewußtseins und zur Steigerung der Disziplin. Dazu zählen sogenannte "weiche Maßnahmen" wie z.B. Schulungen und die KfV-Kampagne zur Hebung der Gurtanlegequote. Aber auch "harte" Maßnahmen wie Punkteführerschein sowie die Anhebung der Strafe für Nichtangeschnallte auf 300 bis 500 Schilling sind dringend nötig, so das KfV.

In der Woche vom 4. bis 10. Mai 1998 starben auf Österreichs Straßen 10 Menschen, 7 tödliche Unfälle wurden durch nicht angepaßte Geschwindigkeit, einer durch einen Fahrfehler verursacht. Ein Unfall ereignete sich bei einem Überholmanöver. Alkohol war bei einem Unfall Mitursache, vier getötete Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Unter den Toten befinden sich auch zwei Motorradfahrer und ein Mopedlenker, der keinen Helm trug.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit lädt zum internationalen Erfahrungs-austausch über den Punkteführerschein ein. Am Freitag, den 15. Mai 1998 werden ab 10 Uhr im Wiener Hotel Plaza, Schottenring 11, Verkehrsexperten aus Deutschland, England und Frankreich Bilanz über das Punkteführerscheinsystem und die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit ziehen.

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