Dirnberger: Den Begehrlichkeiten der Ärzte ist entgegen zu treten

AK-NÖ-Vollversammlung im Zeichen von Gesundheitspolitik, Euro und Benzinpreise

Wien (OTS) - Der Vizepräsident der AK-NÖ, LAbg. Alfred Dirnberger (NÖ-AAB-FCG), warnt anläßlich der heute tagenden Vollversammlung der AK-NÖ vor einer bedenklichen Entwicklung im Gesundheitssystem. "Es geht nicht an, daß Gesundheitspolitik auf die Standespolitik der Ärzte reduziert wird", stellt Dirnberger anläßlich der Demonstration der Ärzteschaft von vergangener Woche in St. Pölten fest. Dirnberger bezieht sich dabei besonders auf die vom Sozialministerium geplante Änderung des ASVG, § 153. Demnach sollen künftig nicht nur Zahnärzte sondern auch die Ambulatorien der Krankenkassen festsitzenden Zahnersatz, also Zahnkronen, herstellen dürfen. Damit folgt das Sozialministerium einer langjährigen Forderung des ÖAAB. "Durch preisgünstige Konkurrenz im Inland werden sich auch die heimischen Zahnärzte bei ihren Honorarforderungen mäßigen müssen. Dadurch sind die Patienten dann nicht mehr gezwungen, ins Zahnexil ins Ausland zu flüchten", stellt Dirnberger fest und bekräftigt, daß das keine Frage der Ideologie, sondern eine familienpolitische Initiative ist. "Der Begehrlichkeit der Ärzte, nicht nur der Zahnärzte, sondern z.B. auch der Praktiker am Land, Stichwort Hausapotheke, ist mit aller Entschiedenheit entgegen zu treten", fordert Dirnberger einen neuen Kurs in der Gesundheitspolitik.

Utl.: Minister verhalten sich bei Grundsteuer, Euro und Benzinpreis arbeitnehmerfeindlich =

Weiters übte Dirnberger scharfe Kritik an den Ministern Edlinger und Farnleitner. Farnleitner ist wegen Äußerungen zum Euro (die doppelte Preisauszeichnung sei nur Valium fürs Volk, so der Minister vergangene Woche in der Universität von Princeton/USA) und wegen der ministeriellen Duldung der überhöhten Benzinpreise rücktrittsreif. Als Anschlag auf alle Eigenheimbesitzer bezeichnete Dirnberger die Absicht von Finanzminister Edlinger, die Grundsteuer auf das Dreifache zu erhöhen. Das bedeute, daß sich die Arbeitnehmer zumindest einen Teil der kommenden Lohnsteuerreform selbst finanzieren sollen und andererseits, daß es erneut zu einer Bevorzugung der Bauern kommt. Deren landwirtschaftlich genutzte Flächen, also auch die der Höfe, unterliegen der günstigen, weil nur nach dem fiktiven und sehr niedrigen Einheitswert berechneten Grundsteuer. "Die Politik der Minister Farnleitner und Edlinger ist aus Sicht der Arbeitnehmer nicht akzeptabel", stellte Dirnberger anläßlich der heute tagenden Vollversammlung der AK-Niederösterreich fest.

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