KIH AG: Hauptversammlung am 18. August 1998

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Bei den zur Zeit laufenden
Arbeiten zum Jahresabschluß 1997 der noch nicht in die Rheinmetall Elektronik AG konsolidierten KIH Kommunikations Industrie Holding AG, Ettlingen, (Umsatz 1997 rund 220 Mio DM, 880 Mitarbeiter) haben sich bei einigen Gesellschaften der KIH-Gruppe Differenzen in der Werthaltigkeit von Vermögenspositionen ergeben, deren notwendige Bereinigung sowie darüber hinaus erforderliche Vorsorgemaßnahmen zur Restrukturierung zu einem Verlust von voraussichtlich 30 bis 35 Mio DM führen wird. Aufgrund der umfangreichen Prüfungsarbeiten durch die Ausweitung des Konsolidierungskreises der KIH-Gruppe und angesichts der vom neuen KIH-Vorstand eingeleiteten Sonderuntersuchungen durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft C & L Deutsche Revision AG, Düsseldorf, über die Verluste und Verantwortlichkeiten im einzelnen wurde der Termin der Hauptversammlung vorsorglich auf den 18. August 1998 festgelegt.

Soweit bisher erkennbar sind die Ertragseinbußen bei inländischen und ausländischen Gesellschaften der Pietzsch Automatisierungstechnik-Gruppe (PAT-Gruppe) sowohl auf die operative Geschäftstätigkeit als auch auf notwendige Wertkorrekturen bei immateriellen Vermögensgegenständen und Vorräten zurückzuführen. Bei der KIH AG sind deshalb Bewertungsanpassungen für Forderungen und Beteiligungsbuchwerte nach dem Vorsichtsprinzip sowie weitere Vorsorgemaßnahmen in der KIH-Gruppe erforderlich, um die aktuelle finanzielle Situation zu bereinigen. Die gute Eigenkapitalausstattung der KIH AG erlaubt eine Verrechnung der Verluste des Jahres 1997 mit Kapitalrücklagen. Die ebenfalls zu KIH gehörende EBT-Gruppe sowie die Gesellschaften Klaus Fischer GmbH und Rotec GmbH haben 1997 positive Jahresergebnisse erwirtschaftet. Oberstes Ziel für das Geschäftsjahr 1998 der KIH-Gruppe ist - unter neuem Management und unter der erstmaligen Einbindung in die Rheinmetall Elektronik AG - die Restrukturierung der PAT- Gruppe, um im Geschäftsjahr 1999 wieder positive Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften.

Die Rheinmetall Elektronik AG hatte zum 1. November 1997 von der Energie Baden-Württemberg AG 75,5% der Stammaktien (rd. 39% des Grundkapitals) der KIH AG übernommen. In diesem Zusammenhang sind auch die langjährigen Vorstandsmitglieder Dr.-Ing. Ludwig Pietzsch zum 31. Oktober 1997 und Dr.-Ing. Harald Kauer zum 12. Februar 1998 aus dem Vorstand ausgeschieden und durch Dr. jur. Michael Fritzsche und Dipl.-Kfm. Helmut P. Merch, beide zugleich auch Vorstandsmitglieder der Rheinmetall Elektronik AG, ersetzt worden. Die Rheinmetall Elektronik AG hat 1997 mit 4.962 Mitarbeitern rund 1 Mrd. DM Umsatz erwirtschaftet; sie wird die KIH AG erstmals 1998 konsolidieren. Der neue Unternehmensbereich Industrielle Elektronik (Rheinmetall Elektronik AG) hat 1997 einen Jahresüberschuß von 24,4 Mio DM erzielt.

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