AK: Tumpel fordert Recht auf Teilzeit für Eltern kleiner Kinder

"Muttertagsbotschaft an die Wirtschaft"

Wien (OTS) - Ein Recht auf Teilzeit für Eltern kleiner Kinder
bis zum Schuleintritt und eine Verlängerung der Behaltefrist nach der Karenz fordert heute, Samstag, AK Präsident Herbert Tumpel. Diese offenen Forderungen des Frauenvolksbegehrens werden von der
AK unterstützt, so Tumpel. Vor allem den Frauen müsse ein reibungsfreier Wiedereinstieg nach der Karenz ermöglicht werden:
Dazu brauche es Rücksichtnahme auf die Arbeitszeit-Wünsche der Eltern, ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen, organisierten Kontakt zum Betrieb und Weiterbildungsmöglichkeiten während der Karenz und ein sicheres halbes Jahr am alten Arbeitsplatz nach der Karenz: Das sei seine "Muttertags-Botschaft an die Wirtschaft", so Tumpel. ****

Einwände seitens der Wirtschaft, ein Recht auf Teilzeitarbeit bis zum Schuleintritt des Kindes sei den Betrieben nicht zumutbar, könne Tumpel nicht teilen. Die Wirtschaft fordere Teilzeit, wenn sie in ihrem Interesse liege. "Flexibilität darf keine Einbahnstraße sein", betont der AK Präsident. Wenn die Unternehmer flexible Arbeitskräfte wünschen, müssen sie auch auf Arbeitszeitwünsche von Eltern eingehen.

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei wichtig, damit insbesondere Frauen im Erwerbsleben verbleiben können. Dazu gehöre eben auch die Möglichkeit einer Arbeitszeitwahl, die den tatsächlichen familiären Bedürfnissen Rechnung trage. Daher müsse neben dem Wunsch auf Teilzeitarbeit auch der Wunsch nach einer Arbeitszeitverschiebung bei Vollzeitarbeit erfüllbar werden.

Die Ausweitung des Kündigungsschutzes nach der Karenz ist für Tumpel auch eine arbeitsmarktpolitisch wichtige Forderung. Die Ausweitung der Kündigungsfrist von vier auf 26 Wochen wird die Bereitschaft der Unternehmer heben, die Wiedereinsteigerinnen von vornherein in die Personalplanung zu integrieren und nicht - wie zumeist bisher der Fall - einfach auf die Kündigungsliste zu setzen, argumentiert Tumpel. Wenn schon von einer Besserstellung
und Förderung von Frauen geredet wird, muß das auch tatsächlich in der betrieblichen Wirklichkeit umgesetzt werden.
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