"Ein Feuchtbiotop gesellschaftlichen Zusammenlebens

Landesrat Blochberger beim Floriani-Empfang zur Rolle der Feuerwehr

Tulln (NLK) - Anläßlich des Floriani-Empfanges des NÖ Landesfeuerwehrverbandes gestern in Tulln betonte Landesrat Blochberger, wieviel die Feuerwehr in Niederösterreich zur Erziehung der Jugend leiste, weil diese hier lerne, Verantwortung zu übernehmen. "Wenn einer einmal bei der Feuerwehr ist, kann nichts mehr schiefgehen", so Blochberger weiter. Zudem sei die Feuerwehr in ländlichen Regionen oft der letzte Kristallisationspunkt der Dorfgemeinschaft, fungiere das Feuerwehrhaus in kleineren Orten als Kommunikationszentrum und Feuchtbiotop gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die Politik - und das sei weit über politische Parteistellung unumstritten - müsse alles daran setzen, daß keine Barrieren aufgebaut, die Feuerwehr nicht durch Schikanen gehindert und ihre Forderungen wie z.B. punkto Gewerberecht durchgesetzt werden. 86.000 freiwillige Feuerwehrmitglieder im Land gäben Kraft abzusichern, was Niederösterreich politisch erreicht habe. Den Einsätzen im Dienst der Nächstenliebe wünschte er "Gut Wehr" für die Zukunft.

Im Rahmen des Floriani-Empfanges erhielten auch Landtagspräsident a.D. Mag. Franz Romeder, Divisionär Kurt Pirker, Landesintendant Dr. Paul Twaroch und Chefredakteur Werner Predota Auszeichnungen. Im Namen aller Ausgezeichneten bedankte sich Mag. Romeder für den Idealismus, der dazu beitrage, die Heimat liebens- und lebenswert zu machen. Die Freiwilligen Feuerwehren brauche man nicht nur für die Sicherheit, sondern auch im kulturellen und gesellschaftspolitischen Sinn. Als Präsident des österreichischen Gemeindebundes betonte er, daß die Interessensvertretung der Gemeinden Österreichs hinter den Forderungen der Feuerwehr stehe.

Die NÖ Freiwilligen Feuerwehren haben im Jahr 1997 rund 57.700 Einsätze (ca. 6.700 Brand-, 41.500 technische Einsätze und 9.500 Brandsicherheitswachen) geleistet. Unter dem einfachen Motto der Feuerwehr "Menschen sind für Menschen da" haben rund 300.000 Feuerwehrmitglieder ca. 790.000 Stunden geleistet und dabei mit rund 2.700 zum Teil selbst finanzierten Fahrzeugen 650.000 Kilometer zurückgelegt.

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