Handel im Aufbruch: Ortskernbelebung hat höchste Priorität!

ShopIN Card in Kärnten, Förderung des Städteeinkaufs in NÖ, Erhaltung der Nahversorgung in Wien - Aktionen des Handels

Wien (PWK) - "Früher hat man von der Wirtschaftskammer gesagt, sie ist gegen etwas. Mit der Kärntner ShopIN Card beweisen wir, daß wir für etwas sind und auch viel dafür tun. Wir tun etwas für die Belebung der Ortskerne, für unsere Mitglieder und ihre Geschäftschancen und für die Konsumenten." Der Kärntner Handelssektionsobmann Dietrich Teller präsentierte am Freitag ein einzigartiges Regionalkartenmodell, maßgeschneidert für den Fachhandel in den Innenstädten und für interessierte Kooperationspartner in Gastronomie und Kultur: "Wir wollen damit vor allem die Stammkundenbindung an die Fachhändler verbessern und Einkaufen in den Innenstädten zu einem Erlebnis machen." ****

Mit der Kärntner Kundenkarte kann der Konsument bequem und bargeldlos einkaufen, Bonuspunkte bei den teilnehmenden Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben in ganz Kärnten sammeln und die Punkte dann gegen "Mehrwertprodukte", Freizeit- und Dienstleistungsangebote sowie Schnäppchen tauschen. Der Kunde nimmt aber auch an einem kärntenweiten Gewinnspiel teil und erhält eine Vielzahl an zusätzlichen Serviceleistungen. Die Unternehmen wiederum profitieren von einem attraktiven Kundenbindungsprogramm und erhalten Begünstigungen beim Einkauf von POS/Zahlungsterminals und bei den Disagiosätzen. Der offizielle Start der Kärntner ShopIN Card erfolgt ab September 1998.

Auch in Niederösterreich wird vom Handel aktiv versucht, eine Trendumkehr im Käuferverhalten zu bewirken und die Attraktivität des Handels und der Dienstleistung in den Städten und Orten zu verbessern. NÖ-Handelsektionsobmann Josef Schirak verwies auf die Ausschreibung des Wettbewerbs "Ortskern kreativ", der im Oktober 1998 beendet wird. Hier werden die besten Ideen von Werbe- und Interessensgemeinschaften mit insgesamt einer Million Schilling an Preisgeldern prämiert. Weiters wurde vom Land und der Wirtschaftskammer NÖ eine Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Städten ins Leben gerufen, die über einen speziellen Fördertopf von 60 Millionen für fünf Jahre verfügt. Gefördert werden sowohl örtliche Kooperationen von Unternehmen sowie Gemeinden, die umsetzbare Konzepte vorlegen. Schirak: "Wir rechnen mit einem Start dieser Aktion noch vor dem Sommer und erwarten uns eine Aufbruchstimmung in vielen Städten und Orten. Der psychologische Effekt für die Unternehmer, in ihren Bemühungen nicht allein gelassen zu werden, wirkt dabei sicher noch besser als die finanzielle Unterstützung."

Aber auch die Wirtschaftskammer Wien wird ihrerseits die Betreuung der Wiener Einkaufsstraßen zur Stärkung der gewachsenen Handelsstrukturen in der Stadt weiter forcieren. So werden bereits jetzt 74 Einkaufsstraßenvereine betreut. Weitere werden heuer dazukommen. 1998 sollen vor allem leerstehende Geschäftslokale aktiv beworben werden, wobei es für Neumieter Begünstigungen bei den Mieten geben soll. Die Einkaufsstraßenvereine wollen auch die Kooperation verstärken und das Angebot ausweiten. Alle Bedürfnisse sollen in einem überschaubaren Gebiet befriedigt werden können. Dazu kommen noch andere Schwerpunkte wie etwa Erlebniseinkauf.

Erich Lemler, Bundessektionsobmann des Handels: "So richtig die Einkaufszentrenverordnung war, um die Expansion auf der grünen Wiese einzudämmen, so klar war uns auch, daß der Handel selbst eine Offensive starten muß, um für den Fachhandel in den Innenstädten und in den Orten bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Die drei Beispiele aus Wien, NÖ und Kärnten zeigen, daß wir die Probleme aktiv angehen und unseren Mitgliedern massive Hilfestellungen bieten, um den Kundeneinkauf in den Ortszentren wieder attraktiver zu machen. Wir versuchen, aktiv auf die Kundenwünsche einzugehen."
(Schluß) RH

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