Gewerbeverein: Doppelte Preisauszeichnung - Mißtrauensvorschuß

Wien (OTS) - Regulierungsdenken läßt sich aus den Köpfen von antiquierten Politikern offensichtlich nicht entfernen. Bei der doppelten Preisauszeichnung anläßlich der EURO-Einführung ist Österreich - neben Portugal - wieder einmal 'Musterschüler' im negativen Sinn.

Portugal ist hier zu verstehen - jahrzehntelange Salazar-Diktatur macht auch noch nach Jahren mißtrauisch.

Die Redewendungen des Europaabgeordneten Magister Ettl zur doppelten Preisauszeichnung sind etwas sonderbar: Er fordert sie, 'nicht weil man dem Handel nicht trauen könne, sondern weil doppelte Preisauszeichnung Vertrauen bei den Konsumenten schaffe.'

Der Markt und damit die Verbraucher - so der Österreichische Gewerbeverein erteilt jenen sehr rasch die Quittung, die die Euro-Einführung zur Durchsetzung von Preiserhöhungen nutzen sollten. Drei Milliarden Schilling Volksvermögen für das Unternehmen 'Doppelte Preisauszeichnung' sollte man eher in produktive Zweige wie Technologie oder Export fließen lassen, als von vornherein gewerkschaftliches Mißtrauen zu säen.

Politiker sollen endlich einmal davon Abschied nehmen, daß der österreichische Verbraucher ein 'Tschapperl' sei, der unbedingt ihre Unterstützung brauche. Die Zeiten, in denen die Partei von der Beschäftigung über die Wohnung bis zum Ferienaufenthalt alles regelten, sind vorbei.

Sollte es doch wider Erwarten 'schwarze Schafe' geben, dann soll bestraft werden - so der Österreichische Gewerbeverein.

Verwunderung auch beim ÖGV, daß bei der heutigen Pressekonferenz der Bundessektion Handel die doppelte Preisauszeichnung nicht auf der Tagesordnung steht!

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