Gewerbeverein: Augenuntersuchung: Beschäftigungsprogramm für Heilberufe

Wien (OTS) Der Arbeitnehmerschutz schreibt bei Bildschirmarbeit eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens vor.

Sinnvolle Vorschläge aus dem Gesetzestext z.B.: man gehe zum Optiker (der kann nämlich nur die Überprüfung der Sehschärfe vornehmen) oder zum Arbeitsmediziner (der kann keine Augenuntersuchung vornehmen - es sei denn er wäre Augenfacharzt). Beide sind daher verpflichtet den Mitarbeiter zum Augenfacharzt zu überweisen.

Der gelernte Österreicher wird sich dabei wenig denken:

1) Hängt man ja generell in Ärzte-Wartezimmern herum, weil Ärzte es in Österreich noch nicht gewöhnt sind, Patienten als Kunden zu behandeln; die haben ja Zeit, zumeist die vom Arbeitgeber bezahlte Ausfallszeit. In keinem Land der westlichen Welt läßt sich ein Patient noch eine derartige Behandlung gefallen!

2) Kosten tut's auch nichts: das zahlt ja die Sozialversicherung (und wer bezahlt die ?)

Mitnichten: Diese gesetzlich vorgeschriebene 'Tour de médicine' bezahlt zur Gänze der Arbeitgeber.

Man muß also dem Gesetzgeber unterstellen, daß er - obwohl er in der Reihenfolge den Augenfacharzt für diese Untersuchung zuerst anführt, aber den Arbeitsmediziner und den Optiker gleichwertig darstellt, daß er böswillig und wissentlich dem Arbeitgeber gegebenenfalls die mehrfachen Kosten abnötigt.

Offensichtlich hat hier die Wirtschaftskammer und die Ärztekammer mit der Politik ein Beschäftigungsprogramm für ein sehr kleines Segment ihrer Pflichtmitglieder erarbeitet - ein Mini-NAP sozusagen.

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