AK warnt vor Pseudo-Euro

Versandfirma bietet Pseudo-Euro trotz Gesetzes-Verbot an

Wien (OTS) - Eine Unterlassungsklage der AK hindert eine
Salzburger Versandfirma nicht, Werbung mit einem 10-Pseudo-Euro zu betreiben. Seit kurzem verbietet nun auch das
Scheidemünzengesetz, daß Medaillen mit der Bezeichnung Euro oder Cent in Verbindung mit der Angabe einer Zahl hergestellt oder verbreitet werden. Die AK warnt die Konsumenten davor, den Pseudo-Euro zu bestellen. ****

Seit November vergangenen Jahres wirbt die Firma Göde in Salzburg mit der Zuweisung einer 10-Euro-Prägung zum Erstausgabepreis von 100 Schilling. Im Jänner brachte die AK eine Unterlassungsklage nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbwerb (UWG) ein.
Daraufhin verbot das Landesgericht Salzburg die Werbung, weil unzureichend hingewiesen wurde, daß es sich hierbei um kein offizielles Zahlungsmittel handle.

Die Schreiben haben folgenden Inhalt: Sie wurden persönlich ausgewählt, den Österreich Euro 1998 zum Erstausgabepreis von nur 100 Schilling zu erhalten. Damit besitzen Sie den Vorzug, die historisch wertvolle österreichische Erstausgabe aus Anlaß der Einführung der künftigen europäischen Währung zu besitzen. Auf der Vorderseite des Bestellscheines ist eine Münze in silbener Farbe mit der Prägung 10 Euro, umgeben von den 12 Sternen, wie sie in
den Symbolen der EU aufscheinen, und den Worten "Österreich 1998" abgebildet.

Dieses Schreiben vermittelt den Eindruck, ein offizielles gesetzliches Zahlungsmittel zu erwerben, so die AK. Lediglich auf der Rückseite des Schreibens findet sich quergestellt und
versteckt der Hinweis, daß es sich um kein offizielles Zahlungsmittel handelt. Denn tatsächlich sollen ja die Euro Münzen erst ab 1.1.2002 als offizielles Zahlungsmittel ausgegeben werden.

Nach dem Scheidemünzengesetz ist es jetzt ohnehin unzulässig, Medaillen mit der Bezeichnung Euro oder Cent in Verbindung mit der Angabe einer Zahl herzustellen, einzuführen oder zu verbreiten. Es drohen Verwaltungsstrafen bis zu 100.000 Schilling.

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