LIF-Hecht: "Wer kassiert beim Donauinselfest?"

Liberale fordern Offenlegung der gesamten Finanzgebarung von Donauinselfest und 1. Mai-Fest.

Wien (OTS) Die Klubchefin der Liberalen übte heute Kritik an der Subventionsvergabe rund um das Donauinsel- und das Stadtfest. Die Liberalen würden die Feste, die gut organisiert seien und bei der Wiener Bevölkerung gut ankämen durchaus begrüßen. Was allerdings zu klären sei, so Hecht, sei die Finanzierung dieser Feste.

Der Verein Wiener Kulturservice veranstaltet das Donauinselfest gemeinsam mit der SPÖ Wien. Im Subventionsansuchen an die Gemeinde Wien heißt es, der Verein hätte keine Einnahmen durch das Fest. Tatsache sei aber, daß es sowohl Einnahmen aus Sponsorbeiträgen als auch Einnahmen aus Standmieten gebe. "Es ist interessant, wer diese Einnahmen kassiert. Doch nicht etwa die SPÖ?", so Hecht.

Ein weiteres pikantes Detail sieht Hecht in der Abwicklung des 1. Mai-Festes. Während dies im Subventionsansuchen als Fest des Vereins Wiener Kulturservice gemeinsam mit dem Verband der Wiener Praterunternehmer bezeichnet würde, hätte die SPÖ keine Skrupel, eben dieses Fest wienweit als SPÖ-Fest mit Plakaten zu bewerben. Auch hier würden sich auf den Plakaten finanzkräftige Sponsoren wiederfinden, wie z.B. die Bank Austria. Auch bei diesem Fest sei im Subventionsantrag kein Wort von Einnahmen die Rede gewesen.

Hecht forderte die Offenlegung der gesamten Gebarung aller von der Gemeinde Wien großzügig finanzierten Parteifeste von ÖVP und SPÖ. Im übrigen, so Hecht, entspreche die Aufteilung des Geldregens aus dem Steuertopf der "side-letter"-Vereinbarung: Ein Drittel für die ÖVP, zwei Drittel für die SPÖ.

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