adidas-Salomon AG: adidas-Salomon im ersten Quartal 1998:

Herzogenaurach (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------

Anhaltend kräftige Steigerung von Umsatz und Gewinn im
Geschäft mit Sportschuhen und Sportbekleidung
Umsatzsprung durch erstmalige Konsolidierung von Salomon Rekordergebnis von einmaligem Sondereffekt belastet

Erfolgskurs weiter fortgesetzt - Die adidas-Salomon Gruppe hat im ersten Quartal 1998 ihren Erfolgskurs weiter fortgesetzt. Die ersten konsolidierten Zahlen nach Akquisition der Salomon S.A. weisen einen Konzernumsatz von 2,7 Milliarden DM aus. Das entspricht einer Steigerung von 58 Prozent gegenüber dem Umsatz, den adidas vor Akquisition von Salomon im entsprechenden Vorjahresquartal erzielt hat.

Der Umsatz der adidas Gruppe konnte im selben Zeitraum um 38 Prozent auf 2,35 Milliarden DM gesteigert werden.

Salomon erzielte einen Umsatz von 350 Millionen DM, was für diesen Teilkonzern allein einer Steigerung von 28 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 1997 entspricht. Zu dieser positiven Entwickung haben Währungseffekte und saisonale Faktoren beigetragen.

adidas Sportschuhe mit höchstem Umsatzzuwachs Mit Sportschuhen erlöste die adidas Gruppe 1.126 Millionen DM. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal von 43 Prozent. Sportschuhe machten damit 41,6 Prozent des gesamten konsolidierten Umsatzes aus.

Mit Sportbekleidung erzielte die adidas Gruppe einen Umsatz von 1.163 Millionen DM oder 34 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. 42,9 Prozent des konsolidierten Umsatzes gehen damit auf Sportbekleidung zurück.

Die neu hinzugekommenen Marken Salomon (Wintersportausrüstungen, Bergschuhe, Inline-skates), Taylor Made (Golfausrüstungen) und Mavic (Radkomponenten) entwickelten sich ebenfalls sehr dynamisch.

Der Umsatz der Marke Salomon stieg, wegen neuer Produkte wie etwa Inlineskates oder Innovationen im Skisegment wie Snowblades, aber auch in Folge der Olympischen Winterspiele in Nagano, um 32 Prozent im Vergleich zum entsprechen- den Vorjahresquartal und macht 5,1 Prozent des gesamten konsolidienen Umsatzes der adidas-Salomon AG aus.

Der Verkauf von Golfausrüstungen der Marke Taylor Made stieg um 25 Prozent und erreichte damit einen Anteil am gesamten Konzernumsatz von 6,9 Prozent.

Radkomponenten unter der Marke Mavic, obgleich nur ein Prozent des konsolidiert- en Umsatzes, legten um 34 Prozent zu und erwiesen sich damit als das am schnellsten wachsende Segment des akquirierten Konzerns.

Nordamerika stärkste Wachstumsregion Die konsolidierten Umsätze nahmen im ersten Quartal auf dem nordamerikanischen Markt deutlich schneller zu als in den anderen Regionen der Welt. Ein Umsatzplus von 119 Prozent (adidas allein: 71 Prozent) lag deutlich über dem Zuwachs von 44 Prozent, den adidas-Salomon in Europa erzielte (adidas allein:
33 Prozent).

Die entsprechenden Zuwachsraten für Salomon allein lagen bei 26 Prozent für Nordamerika und 43 Prozent für Europa.

Die Umsatzsteigerung von 12 Prozent in Asien/Pazifik ging ausschließlich auf die erstmalige Konsolidierung von Salomon zurück. Der Umsatz mit Sportschuhen und Sportbekleidung der adidas Gruppe ging um 10 Prozent zurück. Salomon hingegen hat im asiatischen Markt trotz der schwachen Konjunktur in Japan und der Wirtschaftskrise in anderen asiatischen Ländern ein Umsatzplus von 2 Prozent erzielt.

Vorsteuergewinn gestiegen Nach Berücksichtigung aller Konsolidierungseffekte ergibt sich ein Vorsteuer- gewinn von 299 Millionen DM. Im Vergleich zum Gewinn vor Steuern, den adidas vor Übernahme von Salomon im ersten Quartal 1997 erzielt hat, entspricht dies einer Steigerung von 23 Prozent.

Auf vergleichbarer Basis gerechnet, konnte die adidas Gruppe allein den Gewinn um 36 Prozent auf 329 Millionen DM verbessern.

Der Steueraufwand nahm von 64 Millionen DM auf 101 Millionen DM zu. Gleich- zeitig stieg die Steuerquote von 26,2 Prozent im ersten Quartal 1997 für adidas auf 33,7 Prozent im ersten Quartal 1998 für die adidas-Salomon Gruppe. Deshalb stieg der Gewinn nach Steuern vergleichsweise langsam mit 24 Millionen DM oder 14 Prozent auf 190 Millionen DM.

Einmalige Sonderbelastung beeinflußt das Rekordergebnis Mit dem Erwerb von Salomon hat adidas auch erfolgversprechende Produkte und Verfahren übernommen, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden und ihre technische oder kommerzielle Verwertbarkeit deshalb noch nicht vollständig erreicht haben. Diese wurden von unabhängiger Seite bewertet und waren Teil des Kaufpreises.

Eigene Forschungs- und Entwicklungskosten werden gemäß den International Accounting Standards (IAS) in der Berichtsperiode erfolgswirksam behandelt. Zwischen eigenen Forschungs- und Entwicklungskosten und den im Zuge der Akquisition übernommenen Forschungs- und Entwicklungskosten besteht grund- sätzlich kein Unterschied.

Demzufolge sind insgesamt 723 Millionen DM im Ergebnis des ersten Quartals 1995 berücksichtigt. Nach dieser einmaligen Sonderbelastung weist adidas-Salomon für das erste Quartal einen Verlust von 533 Millionen DM aus.

Einmalige Sonderbelastung ohne Einfluß auf das operative Geschäft Diese einmalige Sonderbelastung ist rein buchungstechnischer Natur. Sie hat keinerlei Auswirkungen auf das operative Ergebnis: Weder schwächt sie das Wachstumspotential oder die Investitionskraft, noch beeinflußt sie den Cash-flow oder die Liquiditätsposition des Unternehmens.

Auch die Fähigkeit, 1998 eine Dividende auszuschütten, wird nicht beeint- rächtigt, da diese aus dem laufenden Ergebnis der rechtlichen Einheit adidas- Salomon AG gezahlt wird. adidas-Salomon verfolgt auch 1998 die Politik, 15 bis 20 Prozent vom Konzerngewinn nach Bereinigung um die Sonderbelastung als Dividende auszuschütten.

Die einmalige Belastung verringert darüberhinaus den aus der Akquisition resultierenden immateriellen Firmenwert (Goodwill) von 1,8 Milliarden DM auf 1,0 Milliarden DM. Da dieser über 20 Jahre linear abgeschrieben wird, wird das Ergebnis bis zum Jahr 2018 jährlich um 36 Millionen DM entlastet.

Beste Aussichten auf weiteres Wachstum adidas-Salomon rechnet auch im weiteren Verlauf des Jahres mit hohen Umsatz- zuwächsen. Diese Erwartung ergibt sich aus dem guten Auftragsbestand. Am Ende des Quartals lagen die Aufträge für Produkte der Marke adidas um 43 Prozent über dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. Die Bestellungen für Sportschuhe zeigten einen Zuwachs von 48 Prozent, die für Sportbekleidung von 39 Prozent. Der Auftragsbestand in Nordamerika legte dabei um 84 Prozent, der in Europa um 22 Prozent zu.

Aufträge für Produkte von Taylor Made lagen um 32 Prozent über Vorjahr, für Produkte von Mavic sogar um 70 Prozent. Für Wintersportausrüstungen der Marke Salomon liegen am Ende des ersten Quartals keine aussagefähigen Zahlen vor, da die Ordertätigkeit für die nächste Wintersaison gerade erst beginnt.

Ende der Mitteilung --------------------------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

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