Nowohradsky: VP setzt Maßnahmen gegen Inbetriebnahme des AKW Mochovce

Niederösterreich, 7.5.1998 (NÖI) "Mit einem Dringlichkeitsantrag, der in der heutigen Landtagssitzung eingebracht werden soll, setzt das Land Niederösterreich erneut eine Maßnahme gegen das Atomkraftwerk Mochovce. So fordert der Landtag auf Initiative des Landtagsklubs der Volkspartei Niederösterreich die Landesregierung auf, bei der Bundesregierung darauf einzuwirken, daß das Atomkraftwerk Mochovce nicht vor der Fertigstellung des Berichtes der Expertenkommission in Betrieb genommen wird", stellte heute der Sicherheitssprecher der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. .Herbert Nowohradsky fest.****

Niederösterreich äußert bereits seit Jahren Bedenken gegen das grenznahe AKW Mochovce. Die Bedenken ergeben sich aus den veröffentlichten Berichten, daß dieses Atomkraftwerk grobe Sicherheitsmängel aufweist. So ist dieses Atomkraftwerk beispielsweise nicht erdbebensicher, obwohl es sich in einer Erdbebenzone befindet. Den jüngsten Meldungen zufolge steht nunmehr, trotz aller Bedenken, eine Inbetriebnahme dieses Atomkraftwerkes bevor. Und das, bevor eine eigens einberufene Expertenkommission ihre Untersuchungsergebnisse einbringen kann,
so der Abgeordnete weiter.

"Wir fordern daher, daß die Ergebnisse dieser Kommission abgewartet werden, bevor der Reaktor in Betrieb genommen wird .
Wir werden sicherlich nicht tatenlos zusehen, wie die gesamte Ostregion unseres Landes gefährdet wird", betonte Nowohradsky.

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