Doppelte Preisauszeichnung: Bundeskreditsektion gegen AK-Polemik

Pichler: "Banken werden ihre Kunden bei Euro-Umstellung bestmöglich informieren"

PWK - "Die jüngsten Angriffe der Arbeiterkammer gegen das Justizministerium und die Kreditwirtschaft in Sachen doppelte Preisauszeichnung gehen inhaltlich völlig ins Leere". Herbert Pichler, Syndikus der Bundeskreditsektion, ortet bei diesem AK-Vorstoß eine "Melange aus Nichtwissen und Regulierungswut". ****

Tatsache ist, daß die österreichischen Kreditinstitute spätestens ab 1.1.2001 den Saldo am Kontoauszug doppelt auszeichnen werden. Bei Sparbüchern erfolgt dies in Form einer automatischen Umstellung zum 1.1.2002 mit Angabe des Saldos in Schilling und Euro sowie des Umrechnungsfaktors.

Pichler: "Allein das zeigt schon, daß die Geldinstitute alles tun werden, um den Kunden bestmöglich zu informieren. Schon allein der Wettbewerbsdruck sorgt dafür, daß den Kundenwünschen nach Sicherheit und Transparenz vollinhaltlich entsprochen wird".

Unerklärlich ist, warum die AK übersieht, daß die doppelte Preisauszeichnung auch im Bereich der Kreditwirtschaft in Österreich sogar in zwei Gesetzen geregelt werden soll: Und zwar neben dem 1. Euro-Justizbegleitgesetz auch im Euro-Währungsangabengesetz. Bei letzterem ist ausdrücklich vorgesehen, daß auf "Kontomitteilungen, die im Zeitraum zwischen 1. Jänner 2001 und dem Zeitpunkt, zu dem der Schilling als gesetzliches Zahlungsmittel außer Kraft tritt, ausgestellt werden, bei Schilling- oder Euro-Konten der Saldo auch in der jeweils anderen Denomination anzugeben ist". Gerade diese Bestimmung wurde im Vorjahr mit der AK vereinbart.

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