Wiener Liberale: Kinder haben auch in der Großstadt ein Recht auf Lebensqualität

Hecht: "Wir werden Häupl und Co in die Pflicht nehmen!"

Wien (OTS) "In Wien wohnen mehr als eine Viertelmillion Kinder. Der öffentliche Raum wird aber zunehmend auf die Bedürfnisse der Erwachsenen ausgerichtet. Dies geht zu Lasten des Freiraumes der Kinder dieser Stadt", so heute Klubchefin Gabriele Hecht anläßlich einer Pressekonferenz der Wiener Liberalen.

Freizeit von Kindern in der Großstadt Wien spiele sich daher primär in geschlossenen bzw. in organisierten und kontrollierten Räumen ab, so Hecht. Studien belegen, daß ein solches Umfeld die Entwicklungschancen und Lebensqualität von Kindern negativ beeinflußt.

Im Sinne der Kinder haben die Liberalen eine Aktuelle Stunde im morgigen Landtag verlangt. Das Wohl des Kindes müsse ein Maßstab in allen Politikfeldern werden. Die UN-Konvention für die Rechte des Kindes lege drei Schwerpunkte, das "Dreieck der Rechte", wonach die Gesellschaft dem Schutz, der Mitbestimmung und der Bereitstellung von Ressourcen nachkommen müsse. Bis jetzt scheine die Wiener Stadtregierung die UN-Konvention aber beharrlich zu ignorieren, meinte Hecht.

Michaela Hack, Planungssprecherin der liberalen Rathausfraktion, verlangte, zusätzliche naturnahe und kreative Spielorte zu schaffen. Dabei würden sich viele Möglichkeiten bieten, meinte Hack, von "G'stettenspielplätzen" bis zur Mehrfachnutzung von Parkplätzen. Allein erweiterte Gehsteige, bespielbares Stadtmobiliar und verkehrsberuhigende Maßnahmen in Wohngebieten könnten mit wenig Aufwand leicht erreichbare "Spielnetze" für die Kinder bringen, meinte Hack.

Die Parks seien für die Kinder ohnehin nur sehr beschränkt zum Spielen benutzbar, führte Hack aus. "Wenn man sich die Grünanlagenverordnung des Magistrats anschaut, findet man auf knapp fünf Seiten Text gezählte 19 mal das Wort "Verbot" oder "verboten". Wenigstens für Kinder unter zwölf Jahren, muß das Radfahren im Park erlaubt werden, dies ist laut Studie auch das beliebteste Freizeitvergnügen der Schulkinder", so Hack.

Wenn die Kinder- und Jugendbeiräte auf alle Bezirke ausgeweitet würden, könnten die Kinder bei der Planung ihres unmittelbaren Lebensraumes besser eingebunden werden, so die liberalen Gemeinderätinnen. Professionelle Betreuung und Beratung erleichtere die Mitgestaltung, als bereits funktionierendes und bewährtes Beispiel nannte Sozialsprecherin Alexandra Bolena die "Spiellandschaft Niederösterreich".

Im Rahmen der Rechte der Kinder auf Sicherheit und Schutz vor Gewalt wünsche sie sich den Ausbau von Kinderschutzgruppen, so Bolena, nach dem Vorbild des Preyerschen Kinderspitals müsse sich das Prinzip "Helfen statt Strafen" endlich durchsetzen.

Eine gebührenfreie Notrufnummer, die von behindertengerechten Telefonen im Bereich von Spielplätzen und Schulen auch von kleineren Kindern angerufen werden kann, forderte Bolena. Darüber hinaus solle Wien als Bundeshauptstadt eine Vereinheitlichung und Aktualisierung der derzeit unterschiedlichen Landes-Jugendschutzgesetze initiieren, schloß Bolena.

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