Mit Parteiausschluß ist es nicht getan GLB: FPÖ soll Licht ins Dunkel bringen

Wien (OTS) - Als eine für die »Saubermann-Partei« FPÖ
peinliche Affäre könnte sich das Verschwinden des Nationalratsabgeordneten Peter Rosenstingl erweisen.
Offensichtlich gibt es Hinweise auf unsaubere Geschäfte des FPÖ-Verkehrssprechers. Gerüchte über Millionenschaden und einen drohenden Firmenkonkurs werden ebenso kolportiert wie das
angeblich gleichzeitige Verschwinden seiner Partei-Sekretärin.

»Wir sind überzeugt davon, daß die FPÖ-Führung längst genauere Informationen besitzt und fordern sie auf, diese der Öffentlichkeit weiterzugeben. Peter Rosenstingl ist nicht irgendein Abgeordneter, er ist als Verkehrssprecher einer der bekanntesten FPÖ-Politiker, der keine Gelegenheit ausließ, um die Rechte der Bundesbahner
und den Bestand der ÖBB als öffentliches Unternehmen in Frage
zu stellen«, heißt es in einer Erklärung des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) in der Gewerkschaft der Eisenbahner. Und
weiter: »Es ist richtig keine vorschnellen Verurteilungen auszusprechen, aber das enthebt die FPÖ-Führung nicht ihrer Pflicht, das eigene Wissen in vollem Umfang weiterzugeben!«

Mit einer Enthebung von seinen parteipolitischen Funktionen und einem Parteiausschluß kann es ja wohl nicht getan sein. Gerade
die FPÖ-Funktionäre und deren Chef Jörg Haider zögern nicht, wenn es darum geht, Persönlichkeiten aus anderen politischen
Lagern anzuschwärzen und persönliche Anschuldigungen in den
Raum zu stellen. Nun hätten sie Gelegenheit, Licht in eine weitere dunkle Affäre im Dunstkreis der FPÖ zu bringen.
Nachfragehinweis: Gewerkschaftlicher Linksblock in der
Gewerkschaft der Eisenbahner, Tel.: (01) 546 41 / 220.

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