KOFFLER: Wirtschaft erwartet Kostensenkung und mehr Mitsprache

PWK - Konkrete Forderungen zur AUVA als "wichtiges unternehmerpolitisches Thema" brachte heute Karl Koffler, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, zur Sprache. Bei einem Pressegespräch in Klagenfurt forderte Koffler mehr Mitsprache der Arbeitgeber, Beitragssenkungen und das Abstellen von diversen Mißständen. Besonders kritisiert wurden Transferleistungen und Quersubventionierungen. ****

Es gehe nicht an, so Präsident Koffler und Sektionsobmann Franz Pacher, daß die Wirtschaft zwar die überwiegende Mehrheit der Beitragszahler stelle, aber in den AUVA-Führungsgremien immer überstimmt werden könne. Nicht einverstanden sind die Koffler und Pacher auch mit der "staatlichen Abschöpfungspolitik": in den letzten zehn Jahren wurden fast 6 Milliarden Schilling vom ordentlichen Budget der Allgemeinen Unfallversicherung abgezwackt. Die Mittel gingen überwiegend an die Pensionsversicherung. Neben diesem direkten Eingriff durch den Staat subventioniert die AUVA andere Sozialversicherungsträger noch jährlich mit ca. 2 Milliarden Schilling, da sie die Kosten für "Fremdpatienten" (Freizeit-, Verkehrs-,Sportunfälle) nur teilweise ersetzt bekommt.

"AUVA-Gelder sind Unternehmergelder" präzisierte Franz Pacher. Über 95 % des Jahresbudgets der AUVA werden durch Beiträge der Arbeitgeber aufgebracht. Bei steigenden Löhnen und der ständigen Anhebung der Höchstbemessungsgrundlage zur Sozialversicherung steigen jährlich die Mittel, auch bei gleichbleibendem Beitragssatz. Durchschnittlich bezahlt ein Unternehmer in Österreich je Mitarbeiter 4000 Schilling pro Jahr Unfallversicherungsbeiträge.

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