Chancen für österreichische Baufirmen in Äthiopien

Bautenminister Assegide bei Firmen-Round-Table in der WKÖ - Österreichs Kaffeimport aus Äthiopien steigt

Wien (PWK) - Der äthiopische Bautenminister Ato Haile Assegide, trifft heute (Dienstag) in der Wirtschaftskammer Österreich mit Vertretern österreichischer Baufirmen zusammen, um Möglichkeiten der Kooperation zu erörtern - insbesondere beim Bau von Kraftwerken, Tunnels und Transportwegen. Unter anderem soll auch über die Weiterführung des vor Jahren unterbrochenen äthiopischen Wasserkraftwerkprojekts, Gilgel Gibe, gesprochen werden, an dem seinerzeit österreichische Firmen maßgeblich beteiligt waren. Minister Assegide, der von Wirtschaftsminister Farnleitner nach Österreich eingeladen wurde, wird in Begleitung einer hochrangigen äthiopischen Delegation österreichische Baustellen und Kraftwerke besichtigen. ****

Äthiopien hat nach Ende des Bürgerkriegs, 1991, ein wirtschaftliches Reformprogramm erstellt, das zu einer teilweisen Wiederbelebung und Stabilisierung der Wirtschaft geführt hat, erklärt WKÖ-Referent Fritz Langer. Sowohl in der Landwirtschaft (dem Hauptwirtschaftszweig Äthiopiens mit den Schwerpunkten Viehzucht, Kaffeeanbau) als auch in der Industrie seien Produktions- und Exportsteigerungen erzielt worden.

Großer Nachholbedarf besteht, so Langer, bei der Infrastuktur. Energieproduktion (Ausbau der reichen Wasserkräfte), Straßen- und Eisenbahnbau, Wasserversorgung und Gesundheitswesen stehen dabei an der Spitze. Eine Reihe von Großprojekten wird von der Weltbank und von der EU gefördert. Äthiopien gehört zum Afrika-Karibik-Pazifik-(AKP)Programm der EU.

Außer der Mitwirkung bei Großprojekten bestehen für Österreich auch Chancen für Maschinenlieferungen an private Klein- und Mittelbetriebe, die vor allem in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte wie Leder und Fleisch tätig sind. Eine WKÖ-Wirtschaftsmission, die im Februar Äthiopien bereiste, konnte sich über diese Möglichkeiten informieren.

"Österreich hat gute alte Beziehungen mit Äthiopien, die jetzt wieder zum Tragen kommen", betont Langer. Äthiopien ist eines der Schwerpunktländer der österreichischen Entwicklungshilfe, auch die Aktion "Menschen helfen Menschen" von Karl-Heinz Böhm habe viel zum Bekanntheitsgrad und Sympathiewert Österreichs in dem afrikanischen Land beigetragen.

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Dr. Fritz Langer

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