Florianifeier der Rauchfangkehrer in Spitz an der Donau

Sorge um Brandschutz und Luftreinhaltung

St.Pölten (NLK) - In Spitz an der Donau fand gestern die von
der Landesinnung veranstaltete traditionelle Florianifeier der NÖ Rauchfangkehrer statt, die mit 200 statt der erwarteten 100 Teilnehmern einen unerwarteten Ansturm zu verzeichnen hatte. Insgesamt gibt es in Niederösterreich, dem Geburtsland des Hl. Florian, über 180 - meist im Familienbesitz befindliche -Rauchfangkehrerbetriebe mit 500 bis 600 Beschäftigten.

Landesinnungsmeister Herwig Fröch verlieh seiner Sorge
Ausdruck, daß eine Aufweichung der Bauordnung im Sinne von Brandschutz und Luftreinhaltung katastrophale Folgen haben könnte. Bereits jetzt zögen 50 Prozent der Gemeinden im Land bei Neubauten keine Rauchfangkehrer mehr zur Feuerbeschau hinzu. Gerade
angesichts der EU-Bemühungen, bei der Brandprävention, bei Energieeinsparung und Umweltschutz die hohen österreichischen Standards zu erreichen, könne man nicht die teils lebenswichtigen Kontrollmaßnahmen den jeweiligen Gemeinden oder gar den Bürgern selbst überlassen. Drei Jahre Lehr- und zwei Jahre Gesellenzeit samt Meisterprüfung müßten ja einen Sinn haben, sonst könne man ja in jedem Beruf die Ausbildung abschaffen und die Arbeit Laien überlassen, so Fröch weiter.

Dritter Landtagspräsident Ing. Johann Penz äußerte sich dankbar über die offenen Worte und die klare Schilderung der ihm bis dato in dieser Dimension nicht bewußten Probleme. In einer ersten kooperativen Reaktion sagte der Präsident zu, den
Forderungskatalog der Rauchfangkehrer in gebührender Form im NÖ Landtag vorzubringen.

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