Nach 97er Gewinnsprung von über 50 %: GEA will Jahresüberschuß erneut zweistellig steigern / Ehrgeizige Ziele fürs Jahr 2000

Bochum (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------

Die strategische Neuausrichtung der
Bochumer GEA-Gruppe, verbunden mit umfassenden Restrukturierungen und einer neuen Führungsstruktur, hat sich 1997 erstmals deutlich in den Gewinnzahlen niedergeschlagen. Das in den beiden Hauptsektoren Prozeßtechnik und Wärmetechnik tätige Unternehmen weist in allen Ergebniskategorien markante Verbesserungen aus. Außerdem beförderte internes Wachstum Auftragseingang und Umsatz auf neue Höchststände, und die Nettoverschuldung wurde halbiert. Damit konnten die angekündigten Hauptziele für das zurückliegende Geschäftsjahr sämtlich übertroffen werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 1998 hat die weitere Ergebnisverbesserung Vorrang vor einer Volumensteigerung. Vorstandssprecher Dr. Klaus Sturany: "Wir planen eine weitere prozentual zweistellige Steigerung des Jahresüberschusses. Allerdings wird das Plus nach dem jüngsten Ergebnissprung um gut 50 % erheblich geringer ausfallen als 1997." Dabei geht GEA aus heutiger Sicht davon aus, daß die Asienkrise nur einen begrenzten Einfluß hat.

Auftragseingang im ersten Quartal 98 stützt Ergebnisplanung

Die Ergebnisplanung wird durch den Auftragseingang im ersten Quartal 1998 in Höhe von 1.310 Mio. DM gestützt. Er liegt zwar 3,9 % unter dem durch Großaufträge außergewöhnlich hohen - und daher nicht repräsentativen - Vergleichszeitraum des Vorjahres (1.363 Mio. DM), gleichzeitig aber 10 % über dem letztjährigen durchschnittlichen Quartals-Auftragseingang. Auf das Gesamtjahr 1998 bezogen plant der Vorstand, Auftragseingang und Umsatz gegenüber 1997 weiter zu steigern, obwohl einige Geschäftsbereiche von der Asienkrise betroffen sind.

Ehrgeizige Rendite- und Volumenziele für das Jahr 2000

Der Umsatz der GEA-Gruppe hat seit 1990 um durchschnittlich 16 % im Jahr zugenommen. Bereits vor längerer Zeit hatte der GEA Vorstand das Ziel eines Geschäftsvolumens von ca. 6 Mrd. DM im Jahr 2000 formuliert. Aus heutiger Sicht wird dies als eher konservatives Ziel erachtet. Sturany: "Auch in Zukunft wollen wir überdurchschnittliche Wachstumsraten beibehalten. Die Wege, um dies zu erreichen, sehen wir in - organischem internen Wachstum der Geschäftsbereiche, -'Fill-in-Akquisitionen' innerhalb der Geschäftsbereiche zur

Verstärkung der Marktstellung sowie in der - Errichtung eines zehnten und eventuell elften Geschäftsbereichs

durch die Akquisition von ein oder zwei größeren Unternehmen, die

von ihren Geschäftsfeldern her grundsätzlich zu uns passen

müssen."

Der Ausbau des Geschäftsvolumens soll aber nur zweiten Stellenwert haben, oberste Priorität haben anspruchsvolle Ergebnis- und Renditeziele für das Jahr 2000: - Anhebung der Netto-Umsatzrendite auf 5 % (1997: 3.4 %), - Steigerung der Rendite auf das operativ eingesetzte Vermögen auf 18 % (1997:12,9 %), - jährliche, zweistellige Steigerungen beim DVFA-Ergebnis.

1997 internes Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz

Das für das Geschäftsjahr 1997 angestrebte interne Wachstum von rund 7 % wurde übertroffen. Der konsolidierte Auftragseingang hat um 8,0 % von 4.397 Mio. DM auf 4.747 Mio. DM zugenommen. Beim Umsatz beträgt die Zunahme 9,0 % von 4.324 Mio. DM auf 4.711 Mio. DM.

Die Steigerungen von Auftragseingang und Umsatz wurden vollständig aus eigener Kraft erzielt. Zwar gab es im Jahresverlauf drei kleinere Akquisitionen, die mit ca. 15 Mio. DM Geschäftsvolumen eingerechnet sind, gleichzeitig wurden jedoch durch den Verkauf bzw. die Einstellung von Randaktivitäten rund 45 Mio. DM Volumen aufgegeben.

Gewinn vor Ertragsteuern plus 63 %, Jahresüberschuß plus 52 %

Den wesentlichsten Fortschritt hat GEA 1997 beim Gewinn erzielt:
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist von 146,7 Mio. DM um 51,3 % auf 222,0 Mio. DM gestiegen. Der Gewinn vor Ertragsteuern wuchs von 124,4 Mio. DM um 62,9 % auf 202,6 Mio. DM.

Der Jahresüberschuß liegt mit 160,3 Mio. DM um 51,9 % über den 105,5 Mio. DM des Vorjahres. Daß seine Steigerung nicht noch höher ausgefallen ist und hinter der Zunahme des Gewinns vor Steuern zurückbleibt, liegt an der höheren Quote der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die Netto-Umsatzrendite hat sich von 2,4 % auf 3,4 % erhöht.

DVFA/SG-Ergebnis steigt ebenfalls um die Hälfte

Das nach den DVFA/SG-Regeln ermittelte Ergebnis hat um 50,2 % von 125,2 Mio. DM auf 188,1 Mio. DM zugenommen. Bei unverändert 4.150.000 ausgegebenen Aktien ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 45,32 DM nach 30,17 DM im Vorjahr.

Cash-flow weiter gestiegen

Der Cash-flow nahm gegenüber dem Vorjahr (240,3 Mio. DM) um 19,7 % auf 287,7 Mio. DM zu. Der Cash-flow nach DVFA/SG stieg um 15,8 % von 289,8 Mio. DM auf 335,5 Mio. DM.

Nettoverschuldung auf 187 Mio. DM halbiert

Infolge der Fremdfinanzierung größerer Unternehmenskäufe war die Nettoverschuldung zur Jahresmitte 1996 bis auf 676 Mio. DM angestiegen. Nachdem sie Ende 1996 bereits auf 370 Mio. DM gesenkt werden konnte, gelang zum 31. Dezember 1997 noch einmal eine Reduzierung um 183 Mio. DM (minus 49,5 %) auf nur noch 187 Mio. DM. Im laufenden Geschäftsjahr sollte die Fortsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung des Umlaufvermögens und zur Liquiditätsverbesserung zu einem weitestgehenden Abbau führen.

Vorschlag zur Dividendenerhöhung um 2,00 DM

Infolge des erreichten neuen Gewinn-Niveaus wird der Vorstand der am 18. Juni 1998 in Bochum stattfindenden Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende pro 50-DM-Aktie um 2,00 DM zu erhöhen. Damit sollen für die 2.075.000 ausgegebenen Stammaktien je 12,00 DM und für die Vorzugsaktien gleicher Anzahl je 13,00 DM gezahlt werden. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 51,875 Mio. DM.

Anteil der Mitarbeiter außerhalb Deutschlands 56 %

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 17.198 um 451 bzw. 2,6 % auf 16.747 verringert. Der Anteil der Beschäftigten in Deutschland befindet sich weiterhin leicht im Rückgang; er beträgt nunmehr 43,9 % nach 45,2 % im Vorjahr. Der Pro-Kopf- Umsatz hat sich von 246 TDM um 13% auf 279 TDM erhöht.

Ende der Mitteilung --------------------------------------------------------------------- Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS-AD HOC-SERVI