KfV: MEHR RÜCKSICHT AUF UNGESCHÜTZTE VERKEHRSTEILNEHMER ! In der Vorwoche zwei Fußgängerinnen durch Fremdverschulden getötet

Wien (OTS) - Zwei Frauen im Alter von 79 und 88 Jahren kamen in
der Vorwoche im Straßenverkehr ums Leben - getötet im Ortsgebiet, durch Verschulden von Pkw-Lenkern. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß rund die Hälfte aller getöteten Fußgänger in Österreich über 60 Jahre alt ist. Neben der Risikogruppe Kinder, zu deren Sicherheit eine neue Aktion ins Leben gerufen wurde, die kommenden Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wird - "Die große Welt der kleinen Leute", 6. Mai 1998, 10.30 Uhr, Haas-Haus -, sind auch die Senioren im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Toleranz statt Egoismus: Das KfV appelliert an alle Fahrer, besondere Rücksicht auf die ungeschützten Verkehrsteilnehmer zu nehmen und eine an sämtliche Straßen- und Witterungsumstände angepaßte Fahrgeschwindigkeit zu wählen. Und zur Erinnerung:
Fußgängern wird gemäß der 19. StVO-Novelle seit 1.10.1994 bereits dann der Vorrang eingeräumt, wenn sie erkennen lassen, einen Schutzweg benützen zu wollen.

Den Fußgängern selbst helfen Problembewußtsein und Aufmerksamkeit, um auf der Straße nicht unter die Räder zu kommen.

KfV-Tips für Seniorensicherheit im Straßenverkehr:

- Besondere Vorsicht beim Überqueren der Straße: Ältere Menschen neigen dazu, die Entfernung herankommender Fahrzeuge zu überschätzen und gleichzeitig deren Fahrgeschwindigkeit zu unterschätzen - bedingt durch die Beeinträchtigung ihrer Sehschärfe. Auch das eigene Gehtempo muß bei Entscheidung "Geh' ich jetzt oder nicht?" berücksichtigt werden.

- Am sichersten läßt sich die Straße natürlich an einer geregelten Kreuzung überqueren - auch wenn dabei ein Umweg in Kauf genommen werden muß! - Generell gilt: Nie plötzlich auf die Fahrbahn treten und nicht den Vorrang auf dem Zebrastreifen erzwingen!

- Das Verkehrsgeschehen rundum auch während der Fahrbahnüberquerung im Auge behalten!

- Blickkontakt mit den Lenkern herankommender Fahrzeuge aufnehmen -zögerndes und mißverständliches Verhalten kann zu Unfällen führen.

- Die Straße nur bei freier Sicht nach beiden Seiten überqueren!

- Sehen und gesehen werden - wer sich sichtbar macht, ist sicher! Bei Schlechtwetter und in der Dämmerung ist helle Kleidung von großem Vorteil. Reflektierende Accessoires, an der Kleidung angebracht, sin besonders zu empfehlen.

- Und noch ein wichtiger Hinweis: Senioren sind nicht - wie oft fälschlich angenommen - automatisch vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen, sondern nur dann, wenn sie auf den ersten Blick sichtbar gebrechlich sind, also etwa durch einen weißen Stock oder eine gelbe Armbinde angezeigt.

- Selbsterkenntnis kann Leben retten: Menschen über 50 sollten bewußt auf ihre Leistungsfähigkeit achten, ihre eigenen Grenzen erkennen und regelmäßig ihren Gesundheitszustand ärztlich prüfen lassen.

In der Woche vom 27.4. bis 3.5.1998 kamen insgesamt 7 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben - 3 Pkw-Lenker, 1 Motorrad-Lenker, 1 Moped-Lenker und 2 Fußgänger. Alkohol am Steuer war bei einem Unfall Mitursache, ein getöteter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet.

Achtung! Die Montagsgrafik ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar!

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