Konjunktur-Talsohle im NÖ Gewerbe ist überschritten

1. Quartal 1998: Auftragsplus trotz Preisdrucks

St.Pölten (NLK) - Nachdem schon 1997 eine langsame Konjunktur-Trendwende in den niederösterreichischen Gewerbe- und Handwerksbetrieben gebracht hat, setzt sich dieser Trend heuer verstärkt fort. Die absolute Talsohle bei den Umsatzzuwächsen mit nur 1,4 Prozent im Jahr 1996 (zuvor ca. 5 Prozent) konnte schon
mit Ende 1997 auf 1,8 Prozent verbessert werden. Die Auftragsbestände stiegen nach Jahren der Rückgänge ebenfalls wieder auf Plus ein Prozent. Dies geht aus der Konjunkturerhebung des Instituts für Gewerbeforschung für das erste Quartal 1998 bei 665 niederösterreichischen Betrieben mit über 11.000 Beschäftigten hervor. Der Aufschwung ist umso bemerkenswerter, als aufgrund der starken Preiskonkurrenz zwei Drittel, als der Großteil der Betriebe, ihre Verkaufspreise nicht steigern konnten, vier Prozent mußten sie sogar deutlich senken. Dazu kommen die unverändert hohen Lohnnebenkosten und der geringe Exportanteil der niederösterreichischen Unternehmen mit nur zwei Prozent, währen der Bundesdurchschnitt bei fünf Prozent liegt.

Überdurchschnittliche Umsatzzuwächse konnten zuletzt vor allem die Sektoren Druck & Papier (+ 5,7 Prozent), Metall/Elektro (+2,6 Prozent) und die baunahen Branchen (+3,3 Prozent) verzeichnen, Einbußen hingegen gingen zu Lasten der Nahrungs/Genußmittel (-1 Prozent). Rund 56 Prozent der Betriebe nennen die "harte Preiskonkurrenz" als größtes Problem - was wiederum für die Kunden erfreulich ist, weil für heuer kaum mit Preissteigerungen zu rechnen ist. Jeder zweite Betrieb leidet außerdem unter den hohen Personalkosten.

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