LIF-Alkier zu Bauskandal: Erste Zeugen für Bestechlichkeit im Magistrat kündigen sich an

Sperre im Auftragnehmerkataster, falls keine Geschenke?

Wien (OTS) Nach den zahlreichen Hinweisen zu Absprachen in der Baubranche mehren sich nun bei den Wiener Liberalen auch Indizien für Bestechlichkeit im Magistrat. So soll Firmen sogar mit der Sperre im Auftragnehmerkataster gedroht worden sein, falls nicht "entsprechende Geschenke" gemacht würden.

Wolfgang Alkier, stellvertretender Vorsitzender des Kontrollausschusses: "Daß zum vorliegende Bauskandal zwei Seiten gehören müssen, war uns klar. Nun scheinen erste Zeugen bereit zu sein, korrupte Machenschaften auf Magistratsseite aufzudecken."

Die Liberalen wollen im Laufe der nächsten Woche klären, wie diese Informationen den entsprechenden Ermittlungsstellen zugänglich gemacht werden können, ohne daß die Zeugen gefährdet würden. "Denn", so Alkier, " bei diesen Menschen geht es um existentielle Bedrohung. Solange die SPÖ defacto mit absoluter Mehrheit in Wien regiert, sind die Überbringer schlechter Nachrichten gefährdeter, als einzelne korrupte Beamte."

Alkier verwies in diesem Zusammenhang wieder auf die Notwendigkeit einer Anti-Korruptionsoffensive in Wien. Eine wesentliche liberale Forderung - neben Untersuchungsausschüssen und anderen Maßnahmen -sei dabei eine magistratsunabhängige Anlaufstelle im Rahmen einer zu gründenden Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft nach Münchner Vorbild.

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