HÖGER : HOHE BESCHÄFTIGUNG FUNDAMENT DER SICHERHEIT

. Maiaufruf der NÖ-Sozialdemokraten "Alle Kraft für neue Arbeit"

St. Pölten (SPI) Eine möglichst hohe Beschäftigung ist das unverzichtbare Fundament der sozialen und damit auch der inneren Sicherheit unserer Heimat. Denn Arbeitslosigkeit und die daraus resultierende Not, die Hoffnungslosigkeit und das Elend sind der beste Nährboden für Radikalisierungen und Nationalismen. Erst verroht die Sprache, dann die Sitten und letztendlich die Handlungen. Deshalb gilt es unverändert, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen, und zugleich auch alle Kraft für neue Arbeit einzusetzen, erklärte heute der Landesvorsitzende der niederösterreichischen Sozialdemokratie, Landeshauptmannstv. Ernst Höger, aus Anlaß des Welttages der Arbeit. "Basierend auf einer umfassenden Ausbildungsoffensive für unsere Jugend, intensiven Förderungsprogrammen für die Frauen, eines zügigen Ausbaus der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur und dem Abbau verzögernder und unsinniger Bürokratismen muß die Ansiedlung neuer Betriebe und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze mit dem Ziel einer weitestgehenden Vollbeschäftigung innerhalb der nächsten 5 Jahre vorangetrieben werden", betonte Höger.

Insbesondere der Jugendbeschäftigung ist dabei besonderes Augenmerk zu schenken, denn kein Jugendlicher soll seinen Einstieg in die Arbeitswelt mit der größten Beleidigung der Menschenwürde beginnen, nämlich der Arbeitslosigkeit. "Eine bestmögliche Ausbildung als Grundlage der zukünftigen Chancen nicht nur der nationalen Wirtschaft, sondern auch jedes einzelnen Arbeitnehmers
im zusammenwachsenden Wirtschaftsraum Europa und einer EU, die zu einer echten Sozial- und Beschäftigungsunion werden muß, ist auch international die einzige tragfähige Grundlage einer dauerhaft friedlichen Entwicklung des Kontinents", stellte der Landeshauptmannstv. klar. Um dieses Ziel zu erreichen bedarf es mehr, als militärischer Überlegungen und Konzeptionen, es bedarf einer europaweiten Initiative für Arbeit, wie sie gerade mit den nationalen Beschäftigungsplänen im Anrollen ist, unterstrich Höger.

Es war die österreichische Sozialdemokratie, die die Beschäftigung zum europaweiten Anliegen gemacht hat und mit Stolz auf eine der niedrigsten Arbeitslosenraten Europas, den höchsten Beschäftigungstand in der Geschichte der 2. Republik und ein beispielgebendes Sozialsystem verweisen kann. "Der 1. Mai 1998 ist geprägt von der Abkehr von den konservativen Vorstellungen und Regierungen in den meisten Staaten Europas und einer
internationalen Renaissance der Sozialdemokratie. Über ein Vierteljahrhundert ist die SPÖ die bestimmende Kraft in Österreich und kämpft gemeinsam mit den Gewerkschaften für die Rechte und Zukunft der arbeitenden Menschen. Tragen wir dieses Beispiel nach Europa, denn nur mit einer starken europäischen Sozialdemokratie und einer schlagkräftigen internationalen Gewerkschaftsbewegung wird ganz Europa zu einer sicheren, lebenswerten Heimat der arbeitenden Menschen werden", schloß Höger.
(Schluß)nk/wb

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