FCG/GPA: Billiger Populismus löst keine Probleme, Herr Khol!

Scharfe Kritik der Christlichen Gewerkschafter in der GPA an den Aussagen des ÖVP-Club-Chefs

Wien (OTS) - Als "unglaublich menschenverachtend" bezeichnete
Walter Zwiauer, Fraktionsvorsitzender der Christlichen Gewerkschafter in der Gewerkschaft der Privatangestellten (FCG/GPA) die heutigen Äußerungen des ÖVP-Clubchefs Andreas Khol zum Thema Arbeitslosigkeit.

Khol sei ein klassisches Beispiel dafür, wie abgehoben so manche Politiker von der Realität seien. "Herr Khol sollte lieber einmal auf ein Arbeitsamt gehen und sich dort die Schicksale jener Menschen anhören, denen er mit seinen Äußerungen Sozialschmarotzertum unterstellt. Dann wird ihm vielleicht klar werden, wie unqualifiziert solche Pauschalverurteilungen sind" so Walter Zwiauer.

Es sei unbestritten, daß die Arbeitslosenzahlen ständig steigen und viele Menschen unverschuldet in die Erwerbslosigkeit gedrängt werden. Statt hier weiter zu sparen und jenen noch mehr wegzunehmen, die ohnehin nichts haben, sei dringend die Aufstockung der Mittel für Arbeitsmarktmaßnahmen gefordert. Die Arbeitslosigkeit könen nur durch qualifizierte Aus- und Weiterbildung und nicht durch Zwangsarbeit bekämpft werden, so der FCG/GPA-Vorsitzende.

"Bevor mit Mitteln aus dem AMS eine neue Steuerreform finanziert wird, müssen zuerst einmal jene zur Verantwortung gezogen werden, die den Staat wirklich ausnützen - die Steuerhinterzieher- und Schuldner oder so manche Unternehmen, die ihre Mitarbeiter durch alle Löcher des Sozialsystems schmuggeln," schloß Walter Zwiauer.

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FCG/GPA, Mag. Maria Pree

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