Sobotka zu Mochovce: Betrieb erst nach Prüfbericht der Expertenkommission

Slowakische Bevölkerung soll Projekt kritisch hinterfragen

Niederösterreich, 30.4.1998(NÖI) "Das umstrittene Atomkraftwerk Mochovce darf erst in Betrieb gehen, wenn die Ergebnisse der internationalen Expertenkommission bekannt sind. Sollte sich dabei herausstellen, daß es gravierende Sicherheitsmängel beim Kraftwerk gibt, müssen diese vor einer Inbetriebnahme unbedingt behoben werden", so der NÖ Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka und bekundete damit seine Unterstützung für die Initiativen des EU-Parlaments.****

Sobotka forderte in diesem Zusammenhang, daß der Atom-Beauftragte des Landes Niederösterreich auch der Kommission angehören soll, die von 5. bis 9. Mai das Kraftwerk begehen und prüfen wird. "Dem Land Niederösterreich liegt viel an der Sicherheit und der Gesundheit der Bevölkerung. Deshalb darf es nicht zu einer Inbetriebnahme kommen bevor die Kommission ihren Bericht vorgelegt hat und etwaige Sicherheitsmängel behoben sind", so Sobotka.

Sobotka äußerte sich auch zu einer möglichen wahltaktischen Motivation Meciars, das Kraftwerk in Betrieb zu nehmen. "Ich appelliere daher an die Menschen in der Slowakei, sich intensiv und kritisch mit dem Kraftwerk auseinanderzusetzen und ihre Bedenken offen zu äußern. Vielleicht kann ein auf Wählerstimmen schielender Politiker leichter von den Gefahren überzeugt werden", so Sobotka.

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