VOTRUBA : SELBSTBESTIMMUNG HEISST RECHT AUF ARBEIT

Maiaufruf der SPÖ-Frauen-NÖ für Chancengleichheit und -gerechtigkeit

St. Pölten (SPI) Frauen werden nur dann ihr Leben selbst bestimmen und gestalten können, wenn dem Recht auf Arbeit auch für Frauen zum Durchbruch verholfen wird. Dabei geht nicht mehr um formale Weichenstellungen, die längst durchgesetzt sind, sondern
um die Umsetzung und Realisierung des Rechts durch die Schaffung frauen- und familienfreundlicher Rahmenbedingungen. Wirkliche Selbstbestimmung heißt, das Recht auf Arbeit auch leben zu können, erklärte die Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen-NÖ, Landesrätin Traude Votruba, Donnerstag in einem Aufruf der Sozialdemokratinnen aus Anlaß des morgigen 1. Mai. "Chancengleichheit und -gerechtigkeit wird es nur dann geben, wenn Familie und Beruf vereinbar sind, weil die Frauen nur dann die bestehenden Abhängigkeiten überwinden können, wenn sie über ein eigenes Einkommen und eine eigene soziale Absicherung im Alter verfügen. Einmal mehr gilt es daher klarzustellen, daß der 1. Mai auch der Welttag der Arbeit für die Frauen ist", hob Votruba hervor.

Die Sozialdemokratie will und und wird Niemandem
vorschreiben, wie sie oder er zu leben hat. "Es geht um die Schaffung von Rahmenbedingungen, die ein selbstbestimmtes Leben
von Frauen und Männern als gleichberechtigten Partnern ermöglichen. Unverzichtbare Basis dafür ist die Möglichkeit, über ein eigenes Einkommen zu verfügen. Dazu bedarf es der Schaffung einer ausreichenden Anzahl von vollwertigen und auch im Alter existenzsichernden Arbeitsplätzen auch für Frauen, entsprechender bedarfsgerechter und der Realität in der Arbeitswelt
entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtungen und einer
ausreichenden Anzahl qualitativ hochwertiger Pflegeeinrichtungen
und -dienste für die hilfsbedürftigen älteren Mitbürger", stellte die Landesrätin klar. Obwohl das Bildungsniveau der Mädchen ebenso ständig steigt, wie ihr Anteil in den höheren Schulen und Universitäten, sind sie in der Arbeitswelt, den
Entscheidungsebenen und der Politik noch immer unterrepräsentiert
- also können die derzeitigen Rahmenbedingungen noch nicht passen, merkte Votruba an.

Noch immer werden Frauen als ‘industrielle Reservearmee’ betrachtet, die man holt, wenn man sie braucht, und heimschickt, wenn die Konjunktur nachläßt. Der überwiegende Anteil der geringfügig Beschäftigten sind Frauen und damit von Armut auch im Alter gefährdet. "Mit den tausenden alleinerziehenden Frauen ohne existenzsicherndes Einkommen sind aber auch tausende Kinder von Armut bedroht. Der wirtschaftliche Fortschritt und die wachsenden Gewinne dürfen nicht zum Rückschritt für die Arbeitnehmer werden, schon garnicht für die Schwächsten in der Arbeitswelt : Die Frauen und Mütter mit ihrer Doppel- und Dreifachbelastung", warnte die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende. Auch wenn manche plakatieren, es wäre besser zu feiern als zu kämpfen : Für uns Sozialdemokratinnen hat der 1. Mai als Kampftag für die Rechte der Arbeitnehmer nichts an Bedeutung verloren. Weil es für tausende Frauen und Mütter nichts zu feiern gibt", schloß Votruba.
(Schluß)nk/wb

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