JEDER SCHULE EINEN PSYCHOLOGEN

Strobl fordert Ausbau des schulpsychologischen Dienstes

Wien (ÖVP-Klub) - In Wien gibt es derzeit für 633 Schulen
nur 29 Schulpsychologen. Das ist viel zu wenig, ist der Bil-dungssprecher der Wiener Volkspartei, GR Prof. Walter Strobl überzeugt. "Die Gesellschaft definiert immer mehr Probleme, die
sie der Schule zur Lösung zuweist. Die Schule, und das heißt:
die Lehrer, können aber nicht alle Probleme dieser Welt lösen." *****

Strobl forderte für die Schulpsychologie eine Regelung analog
jener bei den Schulärzten. "Heute ist es selbstverständlich,
daß an jeder Schule ein Schularzt zur Verfügung steht. Ebenso sollte es bei den Schulpsychologen sein. Für die zunehmenden zwischenmenschlichen Probleme brauchen wir professionelle psy-chologische Beratung. Der Ausbau des schulpsychologischen Dien-
stes ist daher eine gerechtfertigte Forderung."

Die Lehrer sollen durch den vermehrten Einsatz der Schulpsycho-logen von nichttypischen Aufgaben befreit werden, um sich ihrer eigentlichen Aufgabe besser widmen zu können: dem Unterricht, unterstrich Strobl anläßlich des 50-Jahr-Jubiläums des schul-psychologischen Beratungsdienstes.

Für den Einsatz der Schulpsychologen sieht Strobl vier haupt-sächliche Einsatzgebiete:

entwicklungspsychologische Beratung
Diagnostik von Lernstörungen bis hin zur Hochbegabung
individual- und tiefenpsychologische Beratung
zunehmend lehrerzentrierte Beratung

"Wir müssen auf die zunehmenden Probleme in den Bereichen Er-ziehung, Familie und bei schulischen Leistungen und auf das ge-steigerte Problembewußtsein von Eltern, Lehrern und Schülern professionell reagieren und daher vermehrt auf Fachleute set-
zen", schloß Strobl.

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