Symposion an der Wiener Wirtschaftsuniversität: "Die Betriebsstätte im Recht der Doppelbesteuerungsabkommen"

Wien (OTS) - Das Institut für österreichisches und Internationales Steuerrecht der WU Veranstaltet am 4. Mai 1998 ein Symposion zum Thema der "Betriebsstätte". Das Vorliegen Einer "Betriebsstätte" ist bei grenzüberschreitender unternehmerischer Tätigkeit Die Voraussetzung für die Steuerberechtigung des Gastlandes. In der Praxis ist Oft zweifelhaft, ob überhaupt eine Betriebsstätte vorliegt und welche Einkünfte ihr zugeordnet werden können. Hervorragende Experten des In- und Auslandes werden zu den einzelnen Aspekten des Betriebsstättenbegriffes referieren. Dazu werden etwa 500 Praktiker und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland erwartet.

Durch die Auslandsbeziehungen von heimischen Unternehmen kann es sehr leicht zur Doppelbesteuerung in Österreich und im Gastland kommen. Dagegen schützen die Doppelbesteuerungsabkommen, die Österreich mit zahlreichen Staaten abgeschlossen hat. Diese Abkommen werden immer wichtiger, da sie zu entscheidenden Standortfaktoren für die Ansiedlung von Investitions-, Produktions- und Holdinggesellschaften geworden sind. In diesen völkerrechtlichen Verträgen werden die Besteuerungsrechte der Staaten aufgeteilt.

Von ganz zentraler Bedeutung ist die Regelung über die Unternehmensgewinne, denn unternehmerische Einkünfte dürfen vom Gastland nur dann besteuert werden, wenn eine Betriebsstätte vorliegt. Neue elektronische Entwicklungen, wie das Internet, erschweren die Anwendung der Abkommen. Aufgrund der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ist es nicht mehr länger notwendig, auf dem ausländischen Markt durch eine feste Einrichtung präsent zu sein. Dabei ist zu klären, ob auch durch diese neuen Formen des "Electronic Commerce" eine Betriebsstätte vorliegt und diese dann auch im Gastland besteuert werden darf. Diese Überlegungen können auch für steuerliche Gestaltungsvarianten hilfreich sein. Durch Einrichtung einer Betriebsstätte in einem Niedrigsteuerland kann der Investor seine Steuerlast optimieren. Im Symposion werden auch die Steuerfolgen von anderen aktuellen Entwicklungen in der unternehmerischen Praxis, wie den Vertrieb über Kommissionärsstrukturen, den Einsatz von Handelsvertretern, die Bau-und Montagetätigkeit im Ausland, die Begründung von bloßen Hilfsstützpunkten sowie die Auswirkungen auf grenzüberschreitende freiberufliche Tätigkeit analysiert.

Das Symposion findet am Montag, dem 4. Mai 1998 von 8.30 Uhr bis 18 Uhr im Auditorium Maximum der Wirtschaftsuniversität Wien, Augasse 2-6, 1090 Wien statt.

Direkter Ansprechpartner: Mag. Mario Züger, Institut für österreichisches und Internationales Steuerrecht, Wirtschaftsuniversität Wien Tel (01) 31336-4642, Fax (01) 313 36-790, e-mail zueger@fgr.wu-wien.ac.at

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Tel: 31336/4977

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