Handel mit Israel im Aufwärtstrend

Österreichs Firmen besonders in Marktnischen erfolgreich

Wien (PWK) - Österreichs Handel mit Israel entwickelt sich seit
dem Nahost-Friedensprozeß anhaltend dynamisch, stellt Fritz Langer, Nahostreferent der Wirtschaftskammer Österreich, fest. 1997 erreichte das bilaterale Handelsvolumen den bisherigen Höchststand von 2,6 Mrd. S, wovon 1,6 Mrd. S auf österreichische Exporte entfielen (die damit um 11 Prozent höher waren als 1996) und knapp eine Mrd. S auf die Importe (+ 8 Prozent gegenüber 1996). ****

Die österreichischen Lieferungen nach Israel umfassen eine breite Warenpalette. Wichtigste Positionen sind Maschinen, Papier und Pappe, chemische Produkte, Textilien. Österreichs Chancen in Israel liegen vor allem bei Markenartikeln (Lebensmittel, Textilien) und im Bearbeiten von Marktnischen, weiß Langer. Etliche heimische Firmen haben auch in Spezialnischen erfolgreich Fuß gefaßt, insbesondere in der Umwelt- und Energietechnik, der KFZ-Industrie, der Kunststoffproduktion, bei Möbelbeschlägen, Lebensmittelmaschinen und bei Papier- und Sportartikeln.

Der Großteil des heimischen Israel-Exportes wird von rund 300 sehr aktiven Firmen getragen. In der WKÖ-Datenbank insgesamt rund 1200 Firmen erfaßt, die bereits im Israel-Geschäft engagiert oder am Aufbau von Geschäftsbeziehungen interessiert sind.

Derzeit ist die österreichische Wirtschaft in Israel mit 17 Niederlassungen vertreten. Die nach Beginn der Friedensprozesses gehegten Erwartungen, daß die Investitionen auf beiden Seiten rasch zunehmen würden, haben sich vorerst nicht erfüllt, so Langer.

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Dr. Fritz Langer

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