AK Test: Gewürze und tropische Früchte sind nicht bestrahlt

: Zulassungs-Liste von bestrahlten Lebensmitteln nicht ausweiten

Wien (OTS) - Verpackte Kräuter und Gewürze sowie tropische Früchte sind nicht mit ionisierenden Strahlen behandelt. Das zeigt eine AK-Stichprobenuntersuchung von 59 Gewürzen und 14 tropischen Früchten, die auf Märkten und in Supermärkten eingekauft wurden. Zukünftig könnten in allen EU Mitgliedsstaaten vorerst bestrahlte Gewürze und Kräuter zugelassen werden. In den nächsten Jahren soll die Positivliste, in der die bestrahlten Lebensmittel aufgelistet sind, jedoch darüberhinausgehend erweitert werden. Die AK wird alles daransetzen, daß diese Zulassungs-Liste weiterhin restriktiv ausfällt. ****

Die untersuchten Kräuter und Gewürze sind nicht bestrahlt worden. Das zeigt eine AK Untersuchung von 59 Proben, die auf Märkten und in Supermärkten in Wien eingekauft wurden. Von den 59 Gewürzprodukten lieferten zwei ein nicht auswertbares Ergebnis.
Bei sechs Proben konnte die Untersuchung mangels notwendiger mineralischer Bestandteile nicht durchgeführt werden.

Unter die Lupe haben die AK Konsumentenschützer auch tropische Früchte genommen, wie Avocados, Papayas und Mangos aus Israel, Südafrika, Ghana, Brasilien und Mittelamerika: Auch dieses Obst
ist nicht bestrahlt worden, so das erfreuliche Ergebnis.

In Österreich ist derzeit eine Bestrahlung von Lebensmitteln nicht zugelassen. Mit Inkraftreten einer derzeit auf EU-Ebene
diskutierten Richtlinie soll in nächster Zukunft die Bestrahlung von Kräutern und Gewürzen in allen EU Mitgliedsstaaten zulässig werden. Die Bestrahlung von Gewürzen ist allenfalls akzeptabel, meinen die AK Konsumentenschützer, da derzeit diese Produkte mit gesundheitlich problematischen Stoffen begast werden, um die mikrobielle Belastung zu verringern.

Die europaweite Strahlenbehandlung von Lebensmitteln, wie Obst, Gemüse, Geflügel, Meeresfrüchten, Froschschenkeln, usw., wie sie bereits heute in manchen Mitgliedstaaten zulässig ist, hat das EU Parlament vorerst verhindert. Auch im Hinblick auf eine lückenlose Kennzeichung wurden die langjährigen Forderungen der Konsumentenschützer erfüllt. Die Positivliste an Lebensmittel, die europaweit zur Bestrahlung freigegeben werden, soll aber in den nächsten Jahren ergänzt werden. Dabei wird wesentlich sein, so die Konsumentenschützer der AK, daß den ausufernden Begehrlichkeiten der europäischen Bestrahlungslobby entschieden entgegengetreten wird und eine Ausweitung der Zulassungen hintangehalten wird. Aus österreichischer Sicht muß weiterhin ein restriktiver Kurs verfolgt werden.

Die AK hat auch ein Informationsblatt zur "Bestrahlung von Lebensmitteln". AK Mitglieder können dieses Info-Blatt unter
Angabe Ihrer AK Mitgliedsnummer kostenlos anfordern: Tel. 310 00
10 370.

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