Sachsenring Automobil.: SACHSENRING Konzernleistung über DM 300 Mio.

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Die seit Oktober 1997 im Neuen
Markt gelistete SACHSENRING Automobiltechnik AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1997 ihre Position als kompetenter Systemlieferant für die großen Automobilkonzerne sowie als spezialisierter Sonderfahrzeughersteller festigen und weiter ausbauen.

Die Gesamtleistung des SACHSENRING Konzerns hat im Geschäftsjahr 1997 mit erreichten DM 301,5 Mio. erstmals die 300 Millionen Grenze überschritten. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um rd. 69% auf DM 287,3 Mio. Damit wurde die anläßlich des Börsengangs im September 1997 gemachte Umsatzprognose von DM 270 Mio. deutlich übertroffen.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in der Ertragsentwicklung wieder. So erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Konzern auf rd. DM 23,7 Mio. (Vorjahr DM 0,2 Mio.) und die EBIT-Marge von 0,1% auf 7,9% der Konzernleistung. Das Vorsteuerergebnis (EBT) im Konzern erreichte nach DM 0,6 Mio. in 1996 rd. DM 10 Mio. Der Konzern- jahresüberschuß nach Anteilen Dritter erreichte DM 6,9 Mio. (Vorjahr DM 0,5 Mio.). Das DVFA/SG-Ergebnis stieg auf DM 8,6 Mio. bzw. DM 1,02 je Aktie. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die im 4. Quartal 1997 über dem Planungsansatz liegenden Investitionen zu entsprechend höheren Abschreibungen und Finanzaufwendungen geführt haben.

Der am 2. Juli 1998 stattfindenden Hauptversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,25 DM je Aktie vorgeschlagen. Die anläßlich des Börsengangs plazierten Aktien sind mit halber Dividendenberechtigung ausgestattet.

Zu dem starken Wachstum trug insbesondere der Geschäftsbereich Fahrzeugtechnik mit seinen Segmenten Systemtechnik und Sonder-fahrzeugbau bei. Der Umsatz dieses Geschäftsbereichs stieg um 65% auf DM 236 Mio. Der Geschäftsbereich Produktionstechnik wuchs kräftig und konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 30% auf DM 26 Mio. steigern. Der Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung leistet mit der hier angesiedelten Grundlagenforschung mit DM 26 Mio. Umsatz einen bedeutenden Beitrag für das Wachstum des Konzerns.

Die SACHSENRING-Aktie hat sich auch vor dem Hintergrund des überaus positiven Kapitalmarktumfeldes sehr erfreulich entwickelt. Gegenüber dem Emissionskurs von DM 25,-- im Oktober 1997 stieg der Kurs kontinuierlich bis auf über DM 70,-- in der Spitze und lag damit zeitweise nahezu 200% über dem Emissionskurs. Zwecks Unterstützung des geplanten weiteren Wachstums wurde im März 1998 aus genehmigtem Kapital II ohne Bezugsrecht eine Kapitalerhöhung um nominal DM 3,2 Mio. auf nominal DM 45,2 Mio. durchgeführt. Der Plazierungspreis der jungen Aktien, die bereits für 1997 zur Hälfte dividendenberechtigt sind, betrug DM 55,00 je Aktie. Der Mittelzufluß belief sich auf rd. DM 35,2 Mio. und dient der Finanzierung der anstehenden Investitionen. Die erhöhte Eigenkapitalbasis bildet ein solides Fundament für das künftige Wachstum. Die Investitionen im Konzern lagen bei DM 70 Mio. und damit um rd. DM 20 Mio. über dem Vorjahr. Sie dienten im wesentlichen der weiteren Stärkung der Leistungsfähigkeit durch Erhöhung der Produktivität und Optimierung der Entwicklungsprozesse. Damit wurden in den vergangenen 4 Jahren insgesamt rd. DM 220 Mio. investiert. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte zu 43% durch Eigenkapital und zu 41% durch Fremdkapital; lediglich 16% des Gesamtvolumens wurden durch öffentliche Zuschüsse und Zulagen gefördert. Mit den Investitionen wurden bis Ende 1997 im Konzern 1.158 Arbeits- plätze und 48 Lehrstellen geschaffen. Die öffentliche Förderung pro Arbeitsplatz beträgt rd. TDM 28. Im Vergleich dazu beläuft sich der Durchschnitt der öffentlichen Förderung pro industriellen Arbeitsplatz in den neuen Bundesländern auf TDM 250 - 300.

Im Jahresdurchschnitt wurden im Konzern 1.003 Mitarbeiter beschäftigt, ein Anstieg um rd. 150 Personen gegenüber dem Vorjahr. Mit den 48 Lehrstellen (Ausbildungsquote rd. 5% ) erfüllt SACHSENRING eine wichtige Aufgabe im Ausbildungsangebot der Region Südwest-Sachsen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände stiegen im Konzern gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50% auf DM 17,6 Mio. Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von rd. DM 50 Mio. geplant.

Mit dem Ende 1997 erfolgten Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Tröbitz Systemtechnik, Brandenburg, im Rahmen eines asset deals und dem im Dezember 1997 durchgeführten Kauf der ZM Maschinen- und Anlagentechnik GmbH, Zwickau, wurde der GB Fahrzeugtechnik weiter ausgebaut und seine Produktpalette wettbewerbsadäquat arrondiert.

Der jüngste Auftrag von VW zur Fertigung von Rohbausystemen im Volumen von DM 200 Mio. unterstreicht die erfolgreiche Positionierung als kompetenter Systemlieferant für die großen Automobilkonzerne. Der in diesen Tagen planmäßig erfolgte Serienstart der Mercedes Benz LKW-Kabine "Econic" ist ein Beweis für die Innovationsstärke der SACHSENRING Automobiltechnik AG. Der im Februar 1998 geschlossene Vertrag über die Lieferung von gepanzerten Sonderschutzlimousinen an eine ausländische Regierung im Wert von DM 21 Mio. bestätigt das Wachstumspotential im Segment Sonderfahrzeugbau und dokumentiert die auch international hervorragende Marktstellung der SACHSENRING Tochter TRASCO. Der Auftragsbestand im Konzern beträgt derzeit insgesamt rd. DM 1,5 Mrd.

Angesichts der zukunftsweisenden Vorleistungen und des erfreulichen Auftragsbestandes erwartet SACHSENRING im laufenden Jahr einen Anstieg der Konzernleistung auf rd. DM 400 Mio. sowie eine weitere Ergebnissteigerung.

SACHSENRING Automobiltechnik AG Der Vorstand

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