Sobotka: NÖ Anti-Atom-Experte soll in Mochovce-Kommission vertreten sein

Kein Verständnis für Gewaltmaßnahmen bei Anti-Mochovce-Kundgebung

Niederösterreich, 29.4.1998(NÖI) Der NÖ Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka hat sich heute zur aktuellen Situation rund um
das slowakische Atomkraftwerk Mochovce zu Wort gemeldet. "Umweltgefahren machen nicht vor Landesgrenzen halt. Deshalb verstehen wir Umweltschutz auch als grenzübergreifende Maßnahme." Zufrieden zeigte sich Sobotka daher darüber, daß eine internationale Expertenkommission das AKW Mochovce prüfen wird. Sobotka forderte in diesem Zusammenhang Bundeskanzler Klima auf,
den Atom-Beauftragte des Landes Niederösterreich in das Expertenteam aufzunehmen "Ein Antrag von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an den Bundeskanzler wurde bereits Anfang März gestellt, blieb aber bislang unbeantwortet", so Sobotka.****

Kein Verständnis zeigte Sobotka für das gewaltsame Vorgehen der slowakischen Behörden bei einer friedlichen Anti-Mochovce-Kundgebung. "Umweltpolitik heißt aber auch Demokratiepolitik und Bürgerpolitik. Solche Methoden helfen nicht, eine vertrauensbildende Grundlage zu schaffen, um gemeinsam umweltpolitische Interessen wahrzunehmen."

Abschließend trat Sobotka gerade in der Anti-Atom-Politik für ein engagiertes Vorgehen ohne Populismus ein. "Ich bezweifle die Sinnhaftigkeit, ausländische Bürgerinitiativen mit finanziellen Mitteln aus Niederösterreich zu unterstützen. Zielführender erscheint mir da der Weg, den die NÖ-Landesregierung in der Anti-Atom-Politik geht, nämlich in rechtlicher Hinsicht gegen die gefährlichen grenznahen Atomrektoren aufzutreten", schloß Sobotka.

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