Neue Lehrstellen im Bereich der "Systemgastronomie"

Neuer Lehrberuf ermöglicht attraktive Ausbildungsschiene - Hygienekontrollsystem zur Umsetzung der EU-Richtlinie

Wien (PWK) - Die Systemgastronomie ist auch in Österreich ein
rasch wachsendes Segment. Längst geht das Spektrum der Betriebe weit über den Bereich der klassischen "Fast food-Restaurants" hinaus. Trotz hoher Professionalität durften viele dieser Betriebe bisher allerdings keine Lehrlinge ausbilden. Der neue Lehrberuf "Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie" ermöglicht jetzt eine attraktive Ausbildungsschiene speziell für die Betriebe der Systemgastronomie. ****

Das Ziel sind "Generalisten", die später Führungsverantwortung im mittleren Management übernehmen können. "Wir erwarten, daß ab Beginn der Ausbildung im Herbst dieses Jahres fürs erste rund 150 bis 200 neue Lehrstellen für diesen Beruf zur Verfügung stehen werden. Mittelfristig könnten es 500 bis 600 sein", stellte der Vorsteher des Fachverbandes Gastronomie, Komm.Rat Helmut Hinterleitner, am Mittwoch in einem gemeinsam mit Repräsentanten der Systemgastronomie abgehaltenen Pressegespräch im Haus der Wirtschaft fest. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entspannung der Situation am Lehrstellenmarkt".

Am 1. März 1999 tritt in Österreich die Lebensmittelhygieneverordnung in Kraft, mit der die entsprechende EU-Richtlinie aus dem Jahr 1993 umgesetzt wird. Mit dieser Verordnung werden auch die Grundsätze des "HACCP"-("Hazard Analysis"/"Critical Control Points"-)Systems in der österreichischen Rechtsordnung verankert.

"Hazard Analysis" ist die Risikoanalyse, die jeder Unternehmer in seinem Betrieb durchführen soll. Dabei muß er die kritischen Kontrollpunkte (Critical Control Points) im Betriebsablauf festlegen. Diese Kontrollpunkte müssen überprüft und überwacht werden. Das ganze System muß in gewissen Abständen und bei Änderungen im Betriebsablauf ebenfalls einer Überprüfung unterzogen werden. Als Folge der Neuregelung wird ab 1. März 1999 dazu eine "interne Eigenkontrolle" in den Betrieben einzurichten sein. Dies wird der Fachverband Gastronomie in den nächsten Monaten den fast 60.000 Unternehmen der Gastronomie und Hotellerie näherbringen, kündigte Hinterleitner an. Es werden verschiedene Merkblätter und Arbeitsunterlagen aufgelegt, die kostenlos angefordert werden können.

"Die Betriebe werden sich auf die Einführung dieses Eigenkontrollsystems einstellen müssen. Letztlich kann es aber auch eine Hilfe sein, den Gästen Leistungen in noch besserer Qualität anzubieten", faßt Hinterleitner zusammen.

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