Österreich: Mißbrauch ist strafbar - wer darf das Rote Kreuz verwenden? Wien (ÖRK) - Im Schatten der jüngsten Entführung von Rotkreuz-

Mitarbeitern in Somalia weist das Rote Kreuz einmal mehr auf die Bedeutung seines Emblems hin: äDer Schutz des Rotkreuz-Zeichens
ist lebenswichtig. Durch Mißbräuche wird seine völkerrechtliche Bedeutung ausgehöhlt und sein Wert als Schutzzeichen der neutralen Hilfe vermindert," erklärt Bernhard Jany, der Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK).

äDahinter steckt weit mehr als ein Marketing-Problem", so Jany weiter. äDas Rote Kreuz ist schon im Frieden geschützt, damit es Helfer und Opfer im Krieg schützen kann. Seine Verwendung ist in Österreich ausschließlich den militärischen Sanitätsdiensten als Schutzzeichen und den nationalen Rotkreuz-Gesellschaften als Kennzeichen vorbehalten", erklärt der Rotkreuz-Sprecher. äDer Mißbrauch ist strafbar."

Die Verwendung des Rotkreuz-Zeichens ist in den - auch von Österreich ratifizierten - Genfer Abkommen, BGBL. Nr. 155/1953, geregelt, in Österreich zudem durch das Rotkreuz-Schutzgesetz, BGBL. Nr. 196/1962. Um eine Entwertung schon in Friedenszeiten zu verhindern, ist auch das ÖRK immer wieder gezwungen, gegen den Mißbrauch des Rotkreuz-Zeichens in Österreich vorzugehen - etwa, wenn es von kommerziellen Firmen verwendet wird.

Rotkreuz-Sprecher Jany: äMit großem Bedauern müssen wir immer wieder sehen, wie sich Firmen das positive Image des Rotkreuz-Zeichens illegal zunutze machen wollen. Wenn das Rotkreuz-Zeichen durch ständige Mißbräuche banalisiert wird und schon in Friedenszeiten zur Bedeutungslosigkeit verkommt, ist es nicht verwunderlich, wenn Delegierte des Roten Kreuzes im Einsatzgebiet Ziel von Angriffen sind oder sogar feige ermordet werden."

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29.4.1998

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