Neues Korherr-Stück im Stadttheater St.Pölten

Niederösterreicher Joseph Haydn in neuem Licht

St.Pölten (NLK) - Der im niederösterreichischen Rohrau geborene Komponist Joseph Haydn könnte sich 1753 mit Giacomo Casanova in einem Haus am Wiener Michaelerplatz wirklich getroffen haben:
Beide waren in diesem Jahr nachweislich dort. Von der Fiktion
eines Zusammentreffens geht das neue Stück von Helmut Korherr "Casanova Haydn" aus, ein Auftragswerk, das im kommenden Jahr im St.Pöltner Stadttheater uraufgeführt wird. Korherr kratzt aber auch am Image des Komponisten als "Papa Haydn", der ein wenig dem Casanova-Image gerecht geworden sein dürfte, da er seine Frau aus bloßem Pflichtbewußtsein geehelicht und Trost bei anderen Frauen gefunden haben soll. Daraus entwickelt sich eine Handlung, die
sich in einzelnen temporären Abschnitten abspielt und eine Veränderung der Lebensumstände und der Charaktere zeigt. Die beiden historischen Figuren treffen in der Wohnung des Hofpoeten Metastasius zusammen. Die Handlung wird vor den Hintergrund der Regierungszeit der Kaiserin Maria Theresia gestellt, in die Zeit
der Keuschheitskommission und des Verbots des Glücksspiels durch die Kaiserin.

Der erfolgreiche Theaterautor Helmut Korherr kann schon zahlreiche Erstaufführungen vorweisen. Am Wiener Volkstheater brachte er 1974 "Jesus von Ottakring" heraus, zuletzt "Ich trag im Herzen …" im St.Pöltner Stadttheater.

Die Uraufführung des neuen Theaterstückes "Casanova Haydn" ist für 27. Februar 1999 vorgesehen, am 4. März folgt die Premiere in Eisenstadt.

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