Tierarten und Lebensräume mit System schützen

Naturschutzmaßnahmen für NATURA 2000-Gebiete

St.Pölten (NLK) - Bis 2004 will die EU das länderübergreifende NATURA 2000-Schutzgebietsnetz errichten, in dem in den Mitgliedsstaaten gefährdete Tierarten und Lebensräume nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie besonders geschützt werden sollen. In Niederösterreich wurden bereits rund 30 Prozent der Landesfläche mit 19 Standorten wie beispielsweise die Wachau, das Kamptal, der Nationalpark
Donau-Auen, das Thayatal bei Hardegg und der Wienerwald mit der Thermenregion als "Natura 2000-Gebiete" vorgeschlagen. In wenigen Monaten werden diese Gebietsvorschläge in Brüssel in einem Auswahlverfahren auf ihre Eignung als "Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung" geprüft. Künftig sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, diese Gebiete zu bewahren. Für
jedes Gebiet wird daher ein Maßnahmenkatalog mit spezifischen Zielsetzungen erarbeitet. In Niederösterreich wird eine eigene Arbeitsgruppe, die von der NÖ Landesregierung in ihrer gestrigen Sitzung bestellt wurde und der die Abteilungen Naturschutz und Raumordnung des Amtes der NÖ Landesregierung, die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, der NÖ Landesjagdverband und der NÖ Fischereirat angehören, installiert. Die Arbeitsgruppe soll in den einzelnen NATURA 2000-Gebieten die verschiedenen Naturschutzinteressen abstimmen und europarechtliche Naturschutzverpflichtungen erreichen. Die Arbeitsgruppe wird Mitte Mai ihre Arbeit aufnehmen.

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