SIMONA AG weiterhin ertragsstark - volle Umwandlung in Inhaber-Stückaktien vorgesehen: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Kirn (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Der Marktführer bei Kunststoff-Halbzeugen für den Apparatebau kann weiter erfreuliche Zahlen vorweisen, auch wenn das von mehreren günstigen Faktoren beeinflußte Rekordergebnis des Jahres 1996 nicht wieder erreicht wurde. Bei einem um 4,6 % auf 297,2 Millionen DM gestiegenen Konzernumsatz wurde ein Jahresüberschuß von 13,9 Millionen DM (Vorjahr 17,1) erreicht. Der Gewinn vor Steuern betrug 29,0 Millionen DM gegenüber einem Wert von 34,1 Millionen DM in 1996. Die 1997 auf 10 DM je Aktie erhöhte Dividende soll auch 1998 ausgeschüttet werden. Im Zuge der Vorbereitungen auf den Euro wird der am 3. Juli 1998 stattfindenden Hauptversammlung vorgeschlagen, die Einteilung des Grundkapitals auf Stückaktien umzustellen. Gleichzeitig sollen die bisherigen Namensaktien (zuletzt 50 % des Grundkapitals) in börsengängige Inhaberaktien umgewandelt werden. Das handelbare Volumen wird damit verdoppelt. Die Wachstumsimpulse bei Absatz und Umsatz kamen in den ersten Monaten des Jahres 1997 vor allem aus dem Ausland, im zweiten Halbjahr zog dann auch die Inlandsnachfrage an. Die Entwicklung der in Kirn und Ringsheim hergestellten Produktgruppen verlief äußerst unterschiedlich. Die in Kirn produzierten Extruder- und Preßplatten, Stäbe, Profile und Schweißzusatzwerkstoffe erreichten ein Mengenwachstum von 11,6 % bei einer Umsatzsteigerung von 7,9 %. Dies ist auf verstärkte Absatzaktivitäten in bisher weniger durchdrungenen Märkten zurückzuführen. Die in Ringsheim hergestellten Rohre und Rohrformteile waren sowohl in der Menge als auch im Wert rückläufig. Dieser Produktbereich war nach wie vor gekennzeichnet durch die zurückhaltende Nachfrage der öffentlichen Hand sowie eine verminderte Investitionstätigkeit im industriellen Rohrleitungsbau und dem Rückgang des Deponiegeschäftes im Hauptabsatzmarkt Deutschland. Die Preisentwicklung bei PE-Rohren ist durch die Wettbewerbsstruktur in Deutschland und in Nachbarländern weiterhin äußerst unbefriedigend. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz von 297,2 Mio DM (Vorjahr 284,3 Mio DM) stieg von 54,0 auf 54,9 %. Positiv entwickelten sich hier die von den Vertriebstöchtern in Hong Kong und Italien bearbeiteten Märkte. Die Gesellschaft in England konnte den Geschäftsverlust durch den Konkurs des größten Kunden Ende 1996 noch nicht voll kompensieren. Absatz und Umsatz liegen daher dort unter den Vorjahreswerten. Auch die französische Vertriebsgesellschaft mußte nachfragebedingt einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen, während die Töchter in der Schweiz und in Tschechien erfreulich positive Zahlen verzeichnen konnten. In den Auslandsmärkten, die über Vertriebspartner bedient werden, war vor allem in USA und Spanien eine positive Geschäftsentwicklung festzustellen. 1997 wurde mit der neuen Mischerei für PVC-Rohstoffe die zweitgrößte Einzelinvestition in der SIMONA-Firmengeschichte begonnen. Die Fertigstellung des 18 Mio DM teuren Projektes ist nach dem Richtfest im November 1997 für den Sommer 1998 geplant. Mit dieser Investition festigt die SIMONA AG die PVC-Produktion am Standort Kirn. Die Zahl der Beschäftigten im Konzern ging im Jahresverlauf leicht von 922 auf 901 zurück. Der Rückgang betrifft vor allem die Werke in Kirn. Bei den Produkten wurde die Palette der geschäumten PVC Platten weiter optimiert und durch eine neue Platte mit geringerer Dichte (SIMOLIGHT) ergänzt. Dieses neue Produkt wird zur Zeit in den Markt eingeführt.

Die verbesserte konjunkturelle Situation im In- und Ausland sollte auch in diesem Jahr - mitgetragen durch eine Reihe von internen Verkaufsförderungsprogrammen bei Absatz und Umsatz zu einem Wachstum führen. In den ersten vier Monaten wurde gegenüber 1997 eine Umsatzsteigerung von über 10 % erreicht. Hierbei zeigt auch der schwierige Absatzmarkt für Rohre eine deutliche Belebung. In Ergänzung zum Standardrohr- und Formteilprogramm in PP und PVDF wird eine SIMONA Armaturenlinie in das Sortiment

Halbleiterindustrie einsteigen. Bei den Investitionen steht neben der Fertigstellung der neuen PVC-Mischerei in Kirn die Einrichtung des neuen Werkes in Ettenheim, in der Nachbarschaft des Rohr- und Formteilwerkes Ringsheim, im Mittelpunkt. In diesem neuen Werk sollen unter Reinstraumbedingungen Rohre und Rohrformteile aus PVDF und PP für die neue Produktgruppe HP-Rohrsysteme für die Halbleiterindustrie

Beim Ergebnis für das Geschäftsjahr 1998 strebt die Unternehmensleitung eine Verbesserung der 1997 erzielten Werte an. SIMONA-Konzern in Zahlen

1996 1997 Veränd.
in Mio. DM in Prozent Umsatz 284,3 297,2 + 4,6
davon im Ausland % 54,0 54,9

Jahresüberschuß 17,1 13,9 - 19,1

Brutto-Cash-Flow 50,8 47,0 - 7,5 Sachinvestitionen 21,6 23,6 + 9,3 Sachabschreibungen 16,8 18,2 + 8,3 Anlagevermögen 62,5 67,3 + 7,7 Eigenkapital 129,4 137,2 + 6,1 Eigenkapitalquote in % 61,8 61,9

SIMONA AG Jahresüberschuß 14,6 14,5 - 1,1

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