Grünes Licht aus Brüssel:

EU-LIFE-Projekt für den Nationalpark Donau-Auen

St.Pölten (NLK) - In Brüssel wurde gestern das LIFE-Projekt für den Nationalpark Donau-Auen im Ausmaß von 38 Millionen Schilling beschlossen. Damit sind wesentliche Maßnahmen für die Verbesserung der Auen-Dynamik - "mehr und öfter Wasser für die Au" - gesichert. Gleichzeitig werden Lebensräume für bereits gefährdete Tierarten, z.B. den europäischen Hundsfisch, verbessert. "Wir sind auf dem richtigen Weg", stellte dazu Umweltminister Dr. Martin Bartenstein fest: "Österreichische Umweltprojekte haben sich gegenüber harter Konkurrenz um die Fördermittel durchgesetzt." In die gleiche Kerbe schlägt der Leiter der Naturschutzabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung, Hofrat Dipl.Ing. Erich Wurzian: "Niederösterreich konnte wiederum erfolgreich Fördermittel der EU ins Land holen. Damit sind wir nicht nur bei den Nationalparks Vorreiter, sondern auch bei international finanzierten Umweltschutzprojekten."

Projektpartner sind der Nationalpark Donau-Auen, das Umweltministerium, das Land Niederösterreich, die Wasserstraßendirektion und die Stadt Wien. Sie arbeiten erstmals gemeinsam an einem Projekt dieser Größenordnung. Nur durch diese Konstellation ist es möglich, Schlagworte wie "ökologische Planung für den Hochwasserschutz" und "Auen-Revitalisierung" in die Realität umzusetzen.

Das Gesamtvorhaben setzt sich aus mehreren Teilprojekten zusammen. Die Öffnung abgeschnittener Altarme und somit die Wiederanbindung an den Hauptstrom ist wesentlicher Beitrag zur Revitalisierung der Auen, das Einströmen der Donau in den
Aubereich wird wieder öfter und leichter möglich. Die so verbesserten Lebensräume sind Heimat für viele Rote-Listen-Arten, so braucht z.B. der Eisvogel die neu entstehenden Steilufer als Brutplätze.

Das bereits in der Planungsphase des Nationalparks Donau-Auen entstandene flußbauliche Gesamtkonzept für den Donauraum wird schrittweise umgesetzt. Ein Bereich daraus, die Strukturierung der Ufer, z.B. mit Schotterinseln, schafft für seltene Wasservögel und Fischarten neue Brut- und Laichplätze in einer der letzten freien Fließstrecken der Donau.

Die zunehmende Verlandung der Lobau wird durch ökologisch orientierte Hochwasserschutzprojekte aufgehalten, darüber hinaus ein Gebietsmanagement für die nachhaltige Sicherung des Landschaftscharakters initiiert.

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