Naturparke Niederösterreichs gehen neue Wege

Gegen Gesichtslosigkeit, Hervorkehren eigener Stärken

St.Pölten (NLK) - Die Windischhütte im Naturpark Eichenhain ist
am Donnerstag, 30. April, Ort der heurigen Naturparketagung, bei
der sich wie alljährlich die Betreiber der 21 niederösterreichischen Naturparke treffen, Bilanz ziehen und über künftige Entwicklungen beraten. Die Eröffnung nimmt Landesrat Dr. Hannes Bauer vor. Als Schwerpunkt zeichnet sich ein näheres Heranrücken der Naturparke an den Tourismus ab, die mit drei Millionen Besuchern alljährlich einen beachtlichen Faktor darstellen. Im Mittelpunkt der Tagung steht daher ein Vortrag von Dr. Simon Gspan von der Edinger Tourismusberatung (Innsbruck), die vom Dachverband der Naturparke Österreichs beauftragt wurde, Möglichkeiten zu untersuchen, die Naturparke in das
Freizeitangebot stärker einzubinden. Die Studie liegt zwar erst Mitte des Jahres vor, man erhofft sich aber von Gspan einen Vorbericht mit den wesentlichsten Ergebnissen.

Der Leiter der Naturschutzabteilung beim Amt der NÖ Landesregierung, Hofrat Dipl.Ing. Erich Wurzian, informiert über das Schutzgebietsystem der EU. Schließlich stellen auch die Vertreter aller Naturparke, in den überwiegenden Fällen Vereine, ihren Naturpark vor, ziehen Bilanz und berichten über Planungen. Ganz allgemein geht die Tendenz, wie Hofrat Wurzian berichtet, wieder weg von der bis vor kurzem festzustellenden Nivellierung unter den Naturparks, die Prestigekämpfe um bestimmte
Einrichtungen hören sich auf. Jeder Naturpark soll seine
Landschaft repräsentieren und seine eigenen Stärken hervorheben. "Es wäre falsch, wenn etwa Naturparke exotische Tiere halten oder ähnliche Tendenzen verfolgen, die nicht zum Umfeld passen", hebt Wurzian hervor. So kann man jetzt bereits in Niederösterreich wieder Bodenständiges finden: In Geras etwa gibt es keine Zwerg-Känguruhs mehr, sondern wie in früheren Jahrhunderten Auerochsen, und auch die Teichwirtschaft ist wieder Bestandteil einiger Naturparke.

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