Chemie-Fachverband fordert Reduktion der Energiekosten

Frick: Elektrizitäts-Binnenmarkt muß bald verwirklicht werden - Osterweiterung wird grundsätzlich positiv gesehen

Wien (PWK) - Trotz überdurchschnittlicher Steigerung der Energieeffizienz in den letzten Jahren benötigt Österreichs chemische Industrie dringend eine Anpassung der Energiekosten an das europäische Niveau, was einer Tarifreduktion um 20 bis 30 Prozent gleichkäme, erklärte Josef Frick, Vorsteher des Fachverbandes der chemischen Industrie heute bei dem Jahresbilanz-Pressegespräch der österreichischen Chemieindustrie. ****

"Die rasche Verwirklichung des Elektrizitäts-Binnenmarktes ist für die chemische Industrie von eminenter Bedeutung. Auch die österreichische Elektrizitätswirtschaft wird sich an die EU-Vorgaben gewöhnen müssen und darf keinesfalls aus dem Druck der Produktivitätssteigerung entlassen werden", bekräftigt Frick die Forderungen der heimischen Wirtschaft.

Zunehmende Schwierigkeiten im Chemiegeschäft ergaben sich in vielen Branchen durch Preiserhöhungen am Rohstoffmarkt, nicht zuletzt aber auch durch die in Österreich im Vergleich zu anderen Staaten beträchtlich höheren Lohnnebenkosten sowie Energie- und Umweltkosten.

Der Fachverband der chemischen Industrie sieht es daher als vordringliche Aufgabe, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Chemiebranche weiter zu stärken sowie Hemmnisse und Benachteiligungen aufzudecken und zu verhindern, so Frick.

Der geplanten Osterweiterung der Europäischen Union steht die chemische Industrie prinzipiell positiv gegenüber, sofern die rasche Übernahme des EU-Umwelt- und Sicherheitsrechtes gewährleistet wird. Der Fachverband selbst bietet auf diesem Gebiet bereits seit einigen Jahren fachliche Beratung auf internationaler Ebene an.

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Dr. Johann Pummer

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