Warmer Winter dämpft EVN-Halbjahresergebnis

Neue Geschäftsfelder erfolgreich

St.Pölten (NLK) - "Aufgrund des warmen Winters und einer marktorientierten Preispolitik für Sonderabnehmer ist das Ergebnis der EVN (Energieversorgung Niederösterreich) für das erste halbe Jahr des Geschäftsjahres 1997/98 eher rückläufig", zog EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber heute Bilanz. Das operative Ergebnis liegt mit 1.244 Millionen Schilling aufgrund der Umsatzrückgänge und der gestiegenen Aufwendungen um 15,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. So ist der Stromverkauf im heurigen
ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent auf 3.123 Gigawattstunden zurückgegangen, die Stromerlöse um 2,7 Prozent auf 4.132 Millionen Schilling. Auch der Gasverkauf blieb mit 902 Millionen Kubikmeter um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dabei sank der Absatz im Ortsnetz um 7 Prozent, bei Industrie und
fremden Kraftwerken stieg er um 4 Prozent. Die Gaserlöse gingen um insgesamt 3,8 Prozent auf 2.338 Millionen Schilling zurück. Beim Wärmeverkauf konnte aufgrund der regen Ausbautätigkeit ein Zuwachs von 17,5 Prozent auf 349 Gigawattstunden erzielt werden. Der
Verkauf bei Tarifkunden stieg um 27,7 Prozent, jener im Bereich
der Sondervertragskunden um 12,8 Prozent. Die Wärmeerlöse betrugen 178 Millionen Schilling, was eine Steigerung von 11,9 Prozent bedeutet. Die Umsätze sanken auf 6.847 Millionen Schilling und lagen damit um 182 Millionen Schilling bzw. 2,6 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Aufwendungen für den gesamten Energieeinsatz lagen um 1,7 Prozent über dem Wert von 1997.

Erfreuliches gibt es bei den neuen Geschäftsfeldern und Beteiligungen: Auch am neuen niederösterreichischen Telekommunikationsnetz NÖKOM ist die EVN mit 50 Prozent beteiligt. Außerdem hat die United Telecom Austria (UTA), das gemeinsame Unternehmen der neuen österreichischen Landesenergieversorger, im März als erster privater Telefon-Anbieter ihren Betrieb aufgenommen. Außerdem wird die EVN von der Siemens-Gruppe deren niederösterreichische Kabel-TV-Aktivitäten mit einem Kundenstamm von etwa 45.000 Anschlüssen erwerben.

Generaldirektor Gruber erwartet sich zwar für das
Jahresergebnis 1997/98 aufgrund der ungünstigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedinungen eine Ergebnisschwächung, rechnet aber mit weiterhin steigenden Kundenzahlen im Gas- und Wärmebereich und einer positiven Kapitalmarktsituation.

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