ARBÖ: Alle wichtigen Fakten zum Diesel

Wien (ARBÖ) - Nicht nur die technische Entwicklung ist einem ständigen Wechsel unterworfen, auch die Umweltprobleme ändern sich im Laufe der Jahre, stellt der ARBÖ fest. Waren es zu Beginn der 70er Jahre die CO-Emissionen, die in den Ballungsräumen Probleme verursachten und zehn Jahre später das Waldsterben, dem die Umweltschützer den Kampf ansagten, stand zu Beginn der 90er Jahre die Ozon-Frage im Mittelpunkt. Seit kurzem ist ein weiteres Thema
im Gespräch: die Rußemission und deren nachteilige Folgen für die menschliche Gesundheit. Der Technikchef des ARBÖ, Dipl. Ing. Diether Wlaka, zu der Hypothese, daß Diesel krank macht.

Waren 1980 nur 3,7 Prozent der zugelassenen Pkw mit
Dieselmotoren ausgerüstet, so verfügten 1990 bereits 13,7 Prozent und 1997 fast 29 Prozent aller Pkw über einen Selbstzündermotor. Derzeit werden bei den Neufahrzeugen mehr als 50 Prozent mit Dieselmotoren verkauft.

"Folgeerscheinung dieser Entwicklung ist eine Stabilisierung
des Kraftstoffverbrauches, wobei der Verbrauch an Benzin zurückgeht, der von Diesel natürlich steigt. Seit 1991 sinkt dadurch auch die CO2-Emission des Pkw-Verkehrs", so Dipl. Ing. Wlaka.

Der Beitritt Österreichs zur EU hat dazu geführt, daß Österreich am Abgassektor den internationalen EU-Vorschriften unterworfen ist. "Österreich, bisher Vorreiter am Umweltsektor, kann daher nur bei der Normierung der einheitlichen Richtlinien Einfluß nehmen", stellt Dipl. Ing. Wlaka fest, "die Euro-Richtlinien haben 1996 zu einer neuerlichen Reduktion der Pkw-Schadstoffe geführt, die nächste Reduktion ist für das Jahr 2000 vorgesehen. Dabei kommt es auch zu deutlichen Reduktionen der Grenzwerte für die Partikelemission". Trotz stark steigender Diesel-Pkw-Anteile bleibe daher die Rußemission seit 1991
konstant. "Die Hauptquellen für den Dieselruß sind nach wie vor der Schwerverkehr und die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die 80 Prozent der Rußemissionen verursachen", so Wlaka.

Es gehe bei der Rußemission aber nicht allein um die Menge, sondern auch um die Teilchengröße, so der Technikchef des ARBÖ. "Besonders kleine Rußpartikel verbleiben in der Lunge und können dort zu Atemwegserkrankungen führen. Derzeit gibt es aber keine Untersuchungen, von welchen Quellen diese Feinstaubpartikel primär kommen. Fest steht nur, daß es in Ländern wie der Schweiz, wo es praktisch keine Diesel-Pkw gibt, zu keinen anderen Erkrankungen kommt als in Österreich, wo mehr als 1,1 Millionen Diesel-Pkw zugelassen sind. Eine Polemik gegen den Diesel-Pkw ist daher
völlig unangebracht."

Der Trend zum Diesel hat auch noch andere Auswirkungen. "Dieselmotoren, und hier besonders die neuen Direkteinspritzer, haben einen deutlich geringeren Verbrauch", erklärt Dipl. Ing. Diether Wlaka. "Das oft geforderte Drei-Liter-Auto wird mit Sicherheit durch einen direkt einspritzenden Turbo-Dieselmotor angetrieben werden. Derartige Fahrzeuge werden bereits kurz nach
der Jahrtausendwende zur Verfügung stehen."

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